Viersen: „Eine tolle Atmosphäre“
VON OLAF LANGE - zuletzt aktualisiert: 11.09.2006Viersen (RPO). Ganz Süchteln war am Wochenende auf den Beinen. Stadtfest, Irmgardismarkt und Kirmes luden bei herrlichem Sonnenschein zum Bummeln, Mitmachen und Verweilen ein. Die Veranstalter waren zufrieden.
Stadt Viersen mit dabei
Beitrag Die Stadt Viersen trug ihren Teil zum Süchtelner Stadtfest mit einem Krammarkt im oberen Teil der Hochstraße bei. An etwa 40 Ständen gab es CDs, Bücher, Handtaschen, Schmuck und vieles mehr zu erwerben.
Shopping Die Süchtelner Einzelhändler hatten gestern von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
Gesucht Die Heimatfreunde Süchteln freuen sich über neue Mitglieder. Kontakt: Erhard Braun, Ruf: 0 21 62/ 84 13.
„Wir wollten in diesem Jahr mal was anderes machen“, sagte Olaf Fander. Der Vorsitzende des Süchtelner Werberings zog nach dem Stadtfest am Lindenplatz ein positives Fazit. Nach dem Motto „Süchteln feiert musikalisch“ schlug der Werbering im Gegensatz zum großen Jubiläum 2005 dieses Mal eher leise Töne an. Keine fetzige Gitarren, sondern Klassik und Chormusik bestimmten das musikalische Bild.
„Exklusiv“ und gute Laune
Bereits am Freitagabend hatte Bürgermeister Günter Thönnessen das Stadtfest offiziell eröffnet. Anschließend sorgten noch bis Mitternacht der Chor Sound & Spirit und die Band „Exklusiv“ aus Mönchengladbach-Venn für gute Laune bei den Festbesuchern. Auf Vorführungen verzichtete der Werbering an allen drei Tagen, setzte statt dessen voll und ganz auf die musikalische Komponente. „Wir haben auch nicht so viele Buden aufgestellt, um unser Konzept nicht zu gefährden“, so Olaf Fander. Wer sich mit Freunden oder Bekannten an den langen Bänken und Tischen unterhalten wollte, der konnte dies auf angenehme Art und Weise tun.
Hinzu kam, dass das Wetter den Süchtelnern in die Karten spielte. Die spätsommerlichen Temperaturen animierten eine Besucherin gar zu der Aussage: „Wenn Süchtelner feiern, dann ist immer schönes Wetter.“ Allen Grund zum Strahlen hatten auch die Süchtelner Heimatfreunde. Sie veranstalteten rund um den Kirchplatz und den Weberbrunnen im Rahmen der Irmgardisoktav nun bereits zum dritten Mal den Irmgardismarkt. „Wir machen keinen Markt mit Ständen, bei dem die Leute einfach nur mal kurz anhalten und dann weitergehen“, sagte Geschäftsführer Richard Caelers gestern bei einem Rundgang.
Das Ziel der Heimatfreunde, die zum ersten Mal auch mit einem von Dieter Bartz dekorierten Stand vertreten waren: den Marktbesuchern Handwerk und Kunst zum Anfassen zu präsentieren. „Wir sind familienfreundlich und animieren zum Mitmachen“, erklärte Richard Celens. So konnten zum Beispiel die Kinder mit einem Süchtelner Steinmetz meißeln oder sich von einem echten Märchenerzähler verzaubern lassen. Große und kleine Marktbesucher durften zudem einem Stuckateur oder einem Schuhmacher bei ihrer Arbeit „live“ über die Schulter schauen. Oder sich ein Stückchen weiter von der Qualität von Filzprodukten überzeugen. „Wir sind nicht auf bloßen Kommerz ausgerichtet, sondern wollen erreichen, dass bei den Menschen etwas hängen bleibt“, so Caelens über die Bedeutung des Irmgardismarktes. Am Samstag hatten die Heimatfreunde zusammen mit den Landsknechten der Burg Linn bei wohligen Düften einen feucht-fröhlichen Abend verbracht. „Das war eine tolle Atmosphäre“, schwärmte Richard Caelens.
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