Kreis Viersen: „Renaturierung hat sich gelohnt“
VON FRANK SCHLIFFKE - zuletzt aktualisiert: 27.02.2008Kreis Viersen (RPO). Regionalausscheidung der Nachwuchswettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in Krefeld: Drei Sieger kommen vom Schwalmtaler St.-Wolfhelm-Gymnasium. Besondere Auszeichnung für eine Arbeit zur erfolgreichen Renaturierung der Dilborner Benden.
Sabrina Heynckes vom St.-Wolfhelm-Gymnasium in Waldniel hat es beim Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren“ in Krefeld gleich zwei Mal geschafft, die Jury zu überzeugen. Mit ihrer Arbeit „Renaturierung der Dilborner Benden“ wurde sie in der Kategorie „Geo-und Raumwissenschaften“ Regionalsiegerin. Außerdem bekam die 14-Jährige gestern den zweiten Preis des Umweltpreises, den die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten gestiftet hat.
Die Schülerin aus Niederkrüchten fährt damit ebenso zum Landeswettbewerb am 26. April in Bochum wie Martin Rohbeck, Niklas Peters und Robin Krahnen. Martin Rohbeck hatte sich mit dem Goldenen Schnitt und den Fibonacci-Zahlen befasst. Niklas Peters und Robin Krahnen hatten das Thema: „Taschentücher im Test“.
Forschende Jugend
Zwei Bereiche Der Wettbewerb teilt sich in „Jugend forscht“ für die älteren und „Schüler experimentieren“ bis 15 Jahre.
Präsentation Alle Teilnehmer der Regionalausscheidung zeigten ihre Arbeiten gestern im Krefelder Seidenweberhaus – zunächst den Juroren, am Nachmittag waren die Türen für alle Interessenten geöffnet.
Preise Regionalsieger erhalten jeweils 75 Euro, Zweitplatzierte 60 Euro. Auch die Sonderpreise sind mit 75 Euro dotiert.
Der Regionalwettbewerb wird seit 1996 jährlich von der Unternehmerschaft Niederrhein gefördert und organisiert. 1996 traten 51 Teilnehmer mit 26 Arbeiten an. In diesem Jahr waren es 380 Teilnehmer und 197 Arbeiten, die sich der Bewertung der Jury stellten. Besonders erfreulich aus Sicht der Veranstalter: Die hohe Quote der Wiederholer. 101 der 380 Teilnehmer waren nicht zum ersten Mal dabei.
Nach Angaben der Unternehmerschaft Niederrhein ist der hiesige Regionalwettbewerb der größte bundesweit. Er wird ausgeschrieben für Schüler und Auszubildende in Krefeld, Mönchengladbach, den Kreisen Kleve, Neuss und Viersen sowie in Moers und Umgebung. Den größten Anteil hatte bei der Ausscheidung im Seidenweberhaus der Kreis Viersen. Er stellte 150 Teilnehmer mit 78 Arbeiten. Aus der Stadt und dem Westkreis waren vertreten: Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium (Viersen), Werner-Jaeger-Gymnasium (Nettetal), St.-Wolfhelm-Gymnasium (Schwalmtal), Janusz-Korczak-Realschule (Schwalmtal). Neben den Regionalsiegern gab es einige zweite Plätze. „In welcher Weise verändern Großprojekte die Umwelt?“, hatte Luisa Steiner von der Janusz-Korczak-Realschule gefragt und dies am Beispiel des Baus der Autobahn 52 im Elmpter Wald beleuchtet. Mayleen Lichtenberg, Lea Kolleck und Saskia Liebeton vomSt.-Wolfhelm-Gymnasium untersuchten, ob „Blumenfrisch – wirklich besser als Omas Geheimrezepte?“ ist. „Obst und Gemüse im Test: die Lebensmittelchemie“ war das Thema von Nadine Bohnen, Luisa Brinkmann und Julia Rosendahl von der gleichen Schule. Auch Schüler in Waldniel ist Christopher Lehnen, der unter dem Titel „Prima Klima“ von Kohlendioxid-Ausstoß untersuchte. Sebastian Haase (Erasmus) fragte, ob es sich lohnt, bei kurzem Verlassen des Raumes das Licht auszuschalten. Marcel Klinner und Lucas Dahlke (Janusz Korczak) entwickelten einen neuartigen Fahrradständer.
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