Kreis Viersen: DAK: Krankenstand 2011 leicht angestiegen
zuletzt aktualisiert: 22.06.2012Kreis Viersen (RP). Der Krankenstand im Kreis Viersen war 2011 überdurchschnittlich hoch. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2012 der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) für den Niederrhein hervor. Nur in Gelsenkirchen und im Kreis Recklinghausen fielen Arbeitnehmer noch länger durch Krankheit aus als in Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen: Der Krankenstand bei den Arbeitnehmern am Niederrhein ist um 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen lagen dabei mit 3,9 Prozent im Kreis Viersen sowie in Krefeld und Mönchengladbach über dem Landesdurchschnitt (3,5 Prozent). Gelesen werden die Zahlen wie folgt: Von 1000 Beschäftigten fallen 39 ein ganzes Jahr lang durch Krankheit aus. Die Hauptursachen für die Arbeitsunfähigkeit liegen in Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, in psychischen Gründen und in Beschwerden des Atmungssystems. Insbesondere die psychischen Erkrankungen haben im Vergleich zu 2010 drastisch zugenommen.
"Die Höhe des Krankenstandes in der Region zeigt Handlungsbedarf auf", kommentiert Ralf Berthold von der DAK-Gesundheit die Ergebnisse. Gesund leben und arbeiten gehörten mittlerweile eng zusammen. Im Alltag sei es deshalb wichtig, dass sich die Menschen richtig ernähren, entspannen und bewegen, betont Berthold.
Erklärungen für die Negativ-Entwicklung fallen schwer. Dr. Michael Pauw, Chefarzt im Städtischen Krankenhaus Nettetal, vermutet, dass die hohe Arbeitsverdichtung eine wesentliche Rolle spielt. Dass der Stress im Beruf zunehmend zu Krankheiten führen kann, belegen auch Umfragen und Auswertungen der DAK. Denn: Stress erhöht das Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen – und knapp zehn Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich laut der Studie im Beruf gestresst. Den ersten Platz im Gesundheitsreport der DAK teilen sich Düsseldorf und Köln. FRAGE DES TAGES
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