Viersen: Das Ende der Atomkraft
zuletzt aktualisiert: 12.04.2011Viersen (RPO). Der Ausstieg aus der Atomkraft ist nach Aussage des Niederrheinwerke-Geschäftsführers Frank Kindervatter nicht von heute auf morgen machbar. Als schnell verfügbare Brückentechnologie sind Gaskraftwerke denkbar und auch ein vorübergehend intensiverer Einsatz der Kohlekraftwerke. Dadurch wird zwar kurzfristig der Kohlendioxidausstoß erhöht. "Das ist das baldige Ende der Kernenergie aber wert. Denken wir nur an die Endlagerung: Seit 40 Jahren hat keine Regierung diese Aufgabe gelöst", so Kindervatter.
Ein weiterer Baustein einer verantwortbaren Energieversorgung ist die Erhöhung der Energieeffizienz. Auch hier sind Energieversorger, Kommunen und Verbraucher gleichermaßen in der Pflicht. Kindervatter: "Hier gibt es bereits Gesetze, die in die richtige Richtung gehen, viele Regionalversorger und Stadtwerke engagieren sich in diesem Bereich."
Die Niederrheinwerke bieten beispielsweise eine fundierte kostenlose Energieberatung an und fördern den Umstieg auf moderne effiziente Heizungsanlagen. Auch die Kommunen seien hier in der Pflicht, so Thomas Gütgens,Vorsitzender des Aufsichtsrats der Niederrheinwerke: "Die Stadt Viersen ist aufgefordert, ihren Energiebedarf möglichst aus erneuerbaren Energien zu decken und Einsparmaßnahmen vorzunehmen." In Kürze wird es in der Stadt Viersen ein Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien geben, das im Rahmen der Fusion mit der Mönchengladbacher NVV entsteht. Schwerpunkt des Zentrums wird die ortsnahe Beratung für Bürger in Energiefragen sein. Gütgens: "Die aktuelle energiepolitische Diskussion bestätigt uns darin, dass die klare Ausrichtung auf erneuerbare Energien ein wichtiges Unternehmensziel sein muss. Dann werden Energieversorger wie die Niederrheinwerke ihrer Verantwortung für die Region und ihre Menschen gerecht."
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