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Brüggen: Dem Lama wird's nicht kalt

VON LAURA SCHAMEITAT - zuletzt aktualisiert: 14.02.2012

Brüggen (RP). Viele Tiere im Brüggener Tierpark sind im Winterschlaf. Für Inhaber Stephan Kerren und seine Tierpfleger bietet die Winterpause Gelegenheit, wichtige Aufgaben im Tierpark zu erledigen.

Den Lamas machen die winterlichen Temperaturen nichts aus. Schließlich kennen sie es nicht anders aus ihrer Heimat, dem südamerikanischen Anden-Gebirge. Ihr dichtes Fell ist wie gemacht für den Winter in Brüggen.  Foto:  Busch
Den Lamas machen die winterlichen Temperaturen nichts aus. Schließlich kennen sie es nicht anders aus ihrer Heimat, dem südamerikanischen Anden-Gebirge. Ihr dichtes Fell ist wie gemacht für den Winter in Brüggen. Foto: Busch

Die Kragenbären im Brüggener Tierpark leben zur Zeit nach dem Motto "Probier's mal mit Gemütlichkeit". "Sie machen alles sehr langsam und essen auch nur sehr wenig", berichtet Tierpark-Inhaber Stephan Kerren. Die Schlangen haben gar im November das letzte Mal gefressen und lassen sich zurzeit gar nicht mehr blicken. Sie sind in der Kältestarre.

Während viele Tiere vor sich hin dösen, fühlen sich die Alpakas, Kamele und Lamas pudelwohl. Ihr dichtes Fell sorgt dafür, dass sie auch bei Minusgraden warm bleiben. Auch die Kängurus haben mit der Kälte kein Problem. "Generell gilt: Den meisten Tieren sind minus 20 Grad lieber als plus 30 Grad", sagt Kerren.

Info

Geburtstag im Park

Obwohl der Tierpark zurzeit geschlossen ist, können die kleinen Besucher auch weiterhin ihren Geburtstag dort feiern. "Es ist für die Kinder immer wieder spannend, die Tiere auch mal im Winterschlaf zu sehen", sagt Stephan Kerren. Interessierte Eltern können sich bei Monika Zetzen unter Tel. 02163 6246 oder direkt im Tierpark unter Tel. 02163 5447 melden.

Vögel brauchen viel Futter

Besonders viel Arbeit haben Kerren und seine Mitarbeiter momentan mit den Vögeln. "So ein kleiner Motor braucht bei Minusgraden eben ständig Futter", erklärt Kerren. In der Voliere muss also dauernd für Nachschub gesorgt werden. Der Frost sorgt zudem dafür, dass die Wassertränken dauernd zufrieren. "Wir müssen zwei -bis dreimal am Tag das Wasser frei klopfen", so Kerren. "Dabei matscht sich der eine oder andere schon mal komplett zu", sagt Kerren lachend.

Er und seine Mitarbeiter nutzen die Winterpause auch für Aufräum- und Renovierungsarbeiten. Die Bäume und Sträucher werden geschnitten und der Spielplatz bekommt einige neue Geräte. Welche das sein werden , will Kerren noch nicht verraten. "Es soll ja spannend für unsere Besucher bleiben", sagt er. Eines ließ er sich dann aber doch entlocken: Es wird einen neuen Kletterberg für alle kleinen Besucher geben.

Auch die Erdmännchen lassen sich von der Eiseskälte nicht stören. Sie wärmen sich in der Gruppe aneinander. Foto: Busch

Im Moment arbeitet Kerren mit zehn Pflegern im Tierpark. "Im Winter brauchen wir weniger Personal als im Sommer", sagt er. Sie kümmern sich auch darum, dass das Futter in den Gehegen nicht gefriert. Besondere Zuwendung brauchen auch die älteren Tiere. "Sie werden im Winter schon mal schnell krank. Wir versuchen dann, ihnen mit ein paar Vitaminen extra wieder auf die Beine zu helfen", berichtet Kerren.

Kerren und sein Team wollen in der Winterpause auch das Schlangenhaus umbauen. Die Vögel sollen zudem eine größere Voliere bekommen, eventuell sogar mit einer Freizughalle, in der die Vögel größere Strecken fliegen könnten. "Das wäre für die Besucher natürlich ein tolles Highlight", sagt Kerren. Ob das Projekt tatsächlich realisiert werden kann, ist aber noch unklar.

Der Tierpark öffnet am Samstag, 31. März, wieder seine Tore für Besucher. "Wir hoffen, dass wir zu Ostern schönes Wetter haben, so dass sich viele für einen Osterausflug in unseren Park entscheiden", sagt Kerren. Andererseits graut ihm schon ein wenig vor wärmeren Temperaturen: "Wenn es taut sieht man leider erst richtig, was alles kaputt ist und ausgetauscht werden muss, zum Beispiel bei den Wasserleitungen", sagt er.

Quelle: RP/jco/ila


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