Kreis Viersen: Der Polizei fehlt die heiße Spur zu Mirco
zuletzt aktualisiert: 09.09.2010Kreis Viersen (RPO). Auch am fünften Tag seit dem Verschwinden von Mirco ging gestern die Suche weiter. Doch die Hoffnung, den den zehn Jahre alten Jungen aus Grefrath lebend zu finden, ist gering. Die Ermittler gehen immer mehr davon aus, dass Mirco Opfer eines Verbrechens wurde. Die Suche werde heute wahrscheinlich von der Wankumer Heide in südwestlicher Richtung bis zur der B 221 ausgeweitet, so ein Polizeisprecher. Die Kleidungsstücke, die am Dienstagabend an der Hinsbecker Straße zwischen Hinsbeck und Grefrath gefunden worden waren, konnten bisher auch keine Hinweise geben. Es wird untersucht, ob die Sachen mit dem Verschwinden des Jungen in Verbindung stehen könnten.
Gestern Morgen machten sich erneut rund 1000 Kräfte auf, um nördlich von Grefrath bis zur Autobahn 40 jeden Winkel zu durchsuchen. In einer Gartenkolonie überprüften Taucher einen Teich, Beamte wateten durch knietiefe Wassergräben. Hubschrauber und Suchhunde waren ebenfalls im Einsatz. Am Nachmittag hatten die Hundertschaften eine Fläche von rund zwölf Quadratkilometern abgesucht.
Der dunkle Wagen
Nach wie vor fehlt den Ermittlern der entscheidende Hinweis auf den Typ des dunklen Wagens, der am Freitagabend am Ortsausgang von Grefrath an einem Feld rückwärts geparkt war. Zeugen hatten das Auto gesehen, später wurde dort Mircos Fahrrad entdeckt. Der Zehnjährige hatte sich zuvor mit einem Freund auf einer Skater-Anlage in Oedt aufgehalten. Am Abend brachte er seinen Freund nach Hause und machte sich gegen 21 Uhr auf den Heimweg, nachdem seine besorgte Mutter ihn auf dem Handy angerufen hatte.
Heute wird es in der Grefrather Kirche St. Laurentius um 19 Uhr einen Gebetsgottesdienst für Mirco geben.
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