Viersen: Die Anlaufstelle für Kinder
VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Viersen (RP). Für Kinder da sein – seit zwei Jahrzehnten praktiziert der Kinderschutzbund in Viersen diese Aufgabe. Das 20-jährige Bestehen wird in diesem Jahr mit vielen unterschiedlichen Aktionen gefeiert.
Die Gründungsversammlung am 21. Januar hat gerade stattgefunden und man ist aktuell mit dem Aufbau der Strukturen beschäftigt, um in Kürze erste Angebote für Kinder und Familien machen zu können. Genau das fand vor 20 Jahren in Viersen beim frisch gegründeten Ortsverband des Kinderschutzbundes statt. Damals noch auf rund 50 Quadratmeter an der Hohlstraße beheimatet, starteten im Herbst des Gründungsjahres 1992 die ersten Angebote in Form einer Mutter/Vater-Kindgruppe, eine freie Spielgruppe und die Betreuung ausländischer Kinder in Übergangswohnheimen. Zudem nahm eine Arbeitsgruppe gegen Kindesmisshandlung und -missbrauch die Arbeit auf und die erste Ausbildungsgruppe für das Kinder- und Jugendtelefon absolvierte die entsprechende Ausbildung.
Im Lauf der beiden folgenden Jahrzehnte entwickelte sich der Kinderschutzbund Viersen immer weiter. Die Zahl der Angebote stieg und auch die Mitgliederzahl kletterte nach oben. "Heute haben wir 210 Mitglieder und eine breit gefächerte Angebotspalette", sagt Cornelia Henneke, erste Vorsitzende des Ortsverbandes. Und beheimatet ist man seit 1997 auf gut 150 Quadratmeter mit Garten an der Gereonsstraße 57 in der Viersener Südstadt.
Kinderschutzbund
Veranstaltungen Das 20-jährige Bestehen feiert der Kinderschutzbund Viersen in diesem Jahr mit verschiedenen Aktionen für Kinder. Dazu ist für den 24. Juni von 13 bis 17 Uhr im Haus an der Gereonstraße 57 in Viersen ein Familienfest geplant. Außerdem wird für den 17. November ein Kindergesundheitstag in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen vorbereitet.
Mitgliedschaft Eine Mitgliedschaft im Kinderschutzbund Viersen kostet 30 Euro pro Jahr.
Internet Nähere Informationen zum Ortsverband gibt es im Internet unter www.kinderschutzbund-viersen.de
Wobei nicht alle Angebote im eigenen Haus stattfinden. So gibt es unter anderen das Mittagessen und die Hausaufgabenbetreuung in der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "Blaues Haus" im Robend sowie in der Jugendeinrichtung atc@fe in Dülken. "Wir haben uns einen guten Namen gemacht und sind etabliert", bringt es Uta Petersen, stellvertretende Vorsitzende, auf den Punkt.
Im Jahr seines 20-jährigen Bestehens hat der Kinderschutzbund Viersen aber auch Sorgen. "Das Spendenaufkommen ist im vergangenen Jahr erheblich zurückgegangen. Die Folge: Wir mussten für dieses Jahr unser Budget um 15 Prozent kürzen", berichtet Schatzmeister Karl Jürgen Manns. In der Praxis heißt dies, nicht alle Aktivitäten können wie bisher angeboten werden. Es muss gespart werden. So gibt es zum Beispiel die gut angenommen Ferienangebote nicht mehr und der Mittagstisch im Hubert-Vootz-Haus an der Krefelder Straße musste ebenfalls eingestellt werden.
Auch wenn sehr vieles ehrenamtlich erfolgt, so entstehen doch Kosten, die gedeckt werden müssen. Gegenmaßnahmen hat der Verein schon ergriffen. So wurden unter anderem Firmen angeschrieben, um sie als Kooperationspartner für Projekte zu gewinnen. "Unser Ziel ist es, dass wir das, was wir haben, auf Dauer weiterführen können", betont Beisitzerin Sylvia Rohwer. Wenngleich Cornelia Henneke schon seit Jahren einen Herzenswunsch hat. "Ich würde gerne ein Familiencafé im Haus anbieten, wo in lockerer Atmosphäre Beratung und Austausch stattfinden können", verrät die Vorsitzende.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



