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Kreis Viersen: Die Erfahrung zählt

VON ANDREAS REINERS - zuletzt aktualisiert: 19.08.2009 - 15:33

Kreis Viersen (RPO). Peter Ottmann kandidiert für die CDU für das Amt des Landrates im Kreis. Seit 2004 steht der Lobbericher an der Spitze der Kreisverwaltung. Er setzt auf seine Verwaltungserfahrung und den Amtsbonus.

Landrat Peter Ottmann (CDU) kandidiert erneut ür das Spitzenamt im Kreis Viersen. Der Lobbericher ist sehr naturverbunden. Er entspannt gern an den Krickenbecker Seen - hier am Hinsbecker Bruch.   Foto: Franz-Heinrich Busch
Landrat Peter Ottmann (CDU) kandidiert erneut ür das Spitzenamt im Kreis Viersen. Der Lobbericher ist sehr naturverbunden. Er entspannt gern an den Krickenbecker Seen - hier am Hinsbecker Bruch. Foto: Franz-Heinrich Busch

Er ist ein Mann, der gerne die Richtung vorgibt. Das hat Peter Ottmann erst am vergangenen Sonntag wieder gemacht. Da setzte er sich an die Spitze vieler Bürger aus dem Kreisgebiet, die den den Lobbericher bei seiner Radtour durch Teile des Kreises Viersen begleiteten. Ottmann hatte eingeladen zur Aktion „Fahr’ Rad mit dem Landrat!“ Die hat einst der damalige ehrenamtliche Landrat Hanns Backes ins Leben gerufen. Der Kaldenkirchener Backes hat dem Lobbericher Ottmann vorgemacht, wie man seine Bekanntheit bei den Bürgern steigern kann.

Ottmann ist indes keine unbekannte Größe im Kreis Viersen. Der 58 Jahre alte Jurist lebt seit fast 20 Jahren im Kreisgebiet. 1990 kam der gebürtige Warendorfer als Stadtdirektor nach Nettetal. Das blieb er bis 1999. Dann wurde der CDU-Mann erster hauptamtlicher Bürgermeister in der Seenstadt. Seit 2004 ist er hauptamtlicher Landrat des Kreises Viersen.

Info
Werdegang

Geboren 1951 in Warendorf (Ostwestfalen)

Studium Rechtswissenschaften (Jura)

Berufliche Laufbahn Stadtverwaltung Ahaus im westlichen Münsterland, Kreisverwaltung Gütersloh in Ostwestfalen, Stadtdirektor in Cloppenburg (Niedersachsen), Stadtdirektor und Bürgermeister in Nettetal, Landrat des Kreises Viersen

Ein Familienmensch

Das will er nach der Kommunalwahl am 30. Oktober auch bleiben. Der Lobbericher ist sehr zuversichtlich, dass die Wählerinnen und Wähler im Kreisgebiet ihn im Amt bestätigen. Ottmann glaubt, dass ihm sein Amtsbonus schon die Mehrheit der Stimmen einbringt.

Der gebürtige Westfale ist längst am Niederrhein heimisch geworden. Er ist ein Familienmensch, der vor allem das sonntägliche Frühstück mit Ehefrau Katharina und den beiden Kindern Nicola (25) und Michael (23) sehr schätzt. Auch wenn die Kinder längst ihr eigenes Leben leben – die Tochter ist Rechtsreferendarin in Düsseldorf, der Sohn studiert Jura in Bonn –, ist Ottmann der Kontakt zu ihnen sehr wichtig. Ehefrau Katharina – sie ist diplomierte Volkswirtin und halbtags berufstätig – hat ihren Mann stets bei seiner beruflichen Karriere unterstützt. In Lobberich sind die Ottmanns längst heimisch. Mit Tennisspielen – beim TV Lobberich – und Radfahren hält sich der Landrat fit. In seiner knapp bemessenen Freizeit engagiert sich der 58-Jährige auch ehrenamtlich – unter anderem als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes und im Serviceclub der regionalen Lions-Organisation.

Mit der persönlichen Bilanz seiner zurückliegende fünfjährigen Amtszeit als Landrat ist Peter Ottmann sehr zufrieden. Auf Kreisebene seien wichtige Projekte in Gang gebracht worden. So sei die Umsetzung der Hartz-IV-Regelungen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit in der Arge eine „Riesenherausforderung“ gewesen. „Die haben wir sehr gut gemeistert“, meint Ottmann. „Es ist wichtig, dass wir ein engmaschiges soziales Netzwerk haben. Niemand darf da hindurchfallen.“

Der Ausbau der Wirtschaftsförderung und des Tourismus im Kreis Viersen ist ein weiterer Punkt, auf den der Landrat stolz ist. Die Musikschule sei ein wichtiges „Aushängeschild für den Kreis“, die Volkshochschule habe sich konsolidiert. Stichwort Bildung: Hier gelte es, die begonnenen Anstrengungen – etwa beim Ausbau der Kinderbetreuung – fortzusetzen. Bürger, die sich ehrenamtlich in vielen Bereich engagieren, müssten weiterhin Anerkennung und Unterstützung finden. „Ohne ehrenamtliches Engagement könnten wir viele notwendigen Aufgaben kaum bewältigen“, sagt Ottmann. „Ehrenamtlich Tätige sind keine Lückenbüßer. Sie haben unsere volle Unterstützung.“

Quelle: RP

 
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