Viersen: Die Stärke wird so zur Schwäche
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 25.02.2009Viersen (RPO). Die Spatzen pfiffen schon länger von den Dächern, dass die Josef Hölter GmbH & Co. KG höchstwahrscheinlich zwar Lobberich verlassen, aber in Viersen nicht neu bauen würde. Die Absatzkrise für Automobile ist nicht erst im Herbst hereingebrochen, sie war schon viel länger zu spüren und hat manchem Händler die Lust am Geschäft genommen. Außerdem haben die Herstellerkonzerne die Autohäuser in den vergangenen Jahren durchweg immer straffer an die Kandare genommen. Die Betriebe verdienen Geld vorwiegend damit, dass es sich um sehr gut ausgestattete Werkstätten mit ausgezeichnet ausgebildetem Personal handelt. Nicht umsonst werben die Firmen mit ihren oftmals hervorragenden Ergebnissen, wenn der Kundendienst mal wieder getestet und mit sehr guten Ergebnissen bedacht wurde. Dass sich Geschäftsleitung und Betriebsrat bei Hölter jetzt schier unversöhnlich gegenüberstehen, macht diese Stärke nun zu einer gefährlichen Schwäche.
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