Viersen: Drachen als Zeichen für Frieden
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 29.12.2008Viersen (RPO). Bei der Aussendung der Sternsinger in Hinsbeck und Lobberich verteilte Pastor Klaus Dors gestern viele bunte Windvögel an die Kinder. 82 „Heilige drei Könige“ sammeln in diesem Jahr für Kolumbien.
Hinsbeck/Lobberich Diesmal hatten die Sternsinger aus Hinsbeck und Lobberich die Nase ganz weit vorn. Schon gestern morgen war die Aussendungsfeier der Sternsinger in der Weggemeinschaft Hinsbeck/Lobberich. Offiziell wird die 51. Sternsinger Aktion am kommenden Dienstag, 30. Dezember, in Hildesheim eröffnet, doch, so Pastor Klaus Dors am Sonntagmorgen in St. Peter Hinsbeck: „Mit dem Frieden stiften kann man nicht früh genug anfangen!“
Das Motto der diesjährigen Sternsinger-Aktion lautet „Kinder bringen den Frieden – buscamos la paz!“. 82 Sternsinger, davon 38 aus Hinsbeck, zogen in die voll besetzte Hinsbecker Pfarrkirche ein, angeführt von zehn Messdienern und Pfarrer Klaus Dors. Schon eine Stunde vorher war Brigitte Lennackers im Hinsbecker Jugendheim bei der Arbeit: Sie hatte mit ihrem 15-köpfigen Team ein halbes Dutzend großer Kartons voller goldener Kronen, Umhänge, Kreide und mehr als 40 Hirtenstäbe mit goldenem Stern im großen Saal des Jugendheimes aufgestellt. Emsige Mütter kleideten die Sternsinger aus Hinsbeck und Lobberich ein.
20*C+M+B+09
Der Stern in dem Segen, den die Sternsinger mit Kreide an die Häuser schreiben, steht für den Stern, dem die Weisen gefolgt sind. Er ist Zeichen für Christus.
C+M+B steht nicht für „Caspar, Melchior, Balthasar“, sondern für „Christus mansionem benedicat“ – „Christus, segne dieses Haus“.
Dann ging es in Zweierreihen über die Wankumer Straße zur gegenüberliegenden Pfarrkirche. Die Sternsinger verhielten sich dabei vorbildlich: Alle machten den kleinen Umweg, gingen verkehrsgerecht über den Zebrastreifen und kamen pünktlich zum gemeinsamen Einzug in die Kirche, wo Dors die 82 Königinnen und Könige „mit königlichem Duft – Weihrauch“ empfing. Vor Beginn der Messe versuchte Walter Schierkes, einen bunten Drachen aufsteigen zu lassen. Das klappte nicht: Es fehlte der Wind. Da nutzte es auch nichts, dass viele mit Gebetbüchern wedelten. Schierkes erklärte: „Wind machen, das heißt auch, für etwas Stimmung zu machen. Manche machen zu viel Wind. Wir wollen aber für den Frieden Wind machen – und das kann man nicht zu viel.“
Klaus Dors griff das Thema „Kinder stiften Frieden“ auf und nannte Beispiele: „Frieden in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz stiften. Frieden in der Nachbarschaft, im Ort, in der Stadt stiften, dann schafft es der Frieden auch in die Welt. Heute wollen wir den Anfang des Friedens in Hinsbeck machen.“
Kinderchor und Flötenquartett begleiteten die gut einstündige Messfeier. Zum Abschluss gab Klaus Dors allen Sternsingern kleine, bunte Winddrachen mit auf den Weg, die die Kinder in Kolumbien gebastelt hatten. Die Winddrachen, erläuterte Dors, sind in Kolumbien ein Symbol für den Frieden.
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