Brüggen: Edeka-Debatte: Grüne fordern neues Gutachten
zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Brüggen (RP). Nachdem der Brüggener Gemeinderat am Donnerstagabend den Bau eines neuen Vollsortimenters an der Borner Straße vorerst auf Eis gelegt hat, haben die Grünen am Freitag einen Antrag zur Erstellung eines neuen Gutachtens an Bürgermeister Gerhard Gottwald geschickt.
Das Gutachten soll "unter Berücksichtigung aller potenziellen und raumordnerischen Auswirkungen sowohl auf die Kerngemeinde Brüggen als auch auf den Ortsteil Bracht erstellt werden" und Grundlage für künftige Planungen sein. Grund: Für den geplanten Edeka-Markt fehlten die Voraussetzungen. Laut Brüggener Einzelhandelskonzept sind zentrenrelevante Sortimente (Nahrungs- und Genussmittel) an der Borner Straße nicht erlaubt.
Ihrer Fraktion sei wichtig, vor der Weichenstellung für das ein oder andere Projekt alle in den vergangenen Tagen eingebrachten Aspekte umfassend und gründlich zu prüfen, teilte die Fraktionsvorsitzende Angelika Verkaar mit. Dabei müsse man im Blick halten, dass das Gewerbegebiet Weihersfeld Süd weiter entwickelt werde, ein Anschluss dieses Gewerbegebiets an den Brüggener Ortskern durch die Einbeziehung der Laumans-Flächen geplant werde, ein Wirtschaftsförderungskonzept für Brüggen erstellt werde mit dem Ziel, den Ortskern zu erhalten und zu ertüchtigen und dort ein Lebensmittelgeschäft anzusiedeln, und ein Wirtschaftsförderungskonzept im Rahmen der Dorfentwicklung auch für Bracht her müsse.
Diese Elemente sollten im Gesamten betrachtet werden, "so dass für beide Ortsteile eine optimale Nahversorgung erreicht wird", so die Grünen. Es dürfe nicht sein, dass Brüggen sich – je nach Bedarf eines Investors – vom selbst gegebenen Einzelhandelskonzept verabschiede. Damit stehe auch die Glaubwürdigkeit der Gemeinde auf dem Spiel. Weder ortsansässige Einzelhändler noch neue Investoren könnten so langfristig planen.
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