Viersen: Eigene Songs, eigener Sound
VON PHILIPP PETERS - zuletzt aktualisiert: 22.10.2008Viersen (RPO). Lobberich Die Band „Opinion“ erlebte den Viersener Young Talents Bandcontest gefühlsmäßig zwischen zwei Extremen. Der Jubel war groß, als die Rockmusiker den letzten Vorentscheid gewonnen hatten. Doch das Finale mussten sie tief betrübt absagen – ihr Sänger weilte an dem Tag in Südamerika. „Wir sehen das verpasste Finale aber nicht als verpasste Chance“ erklärt Gitarrist Tim Dückers heute. „Denn wir sind eigentlich als krasse Außenseiter nach Viersen gekommen und wurden von der Jury auf Platz 2 und von den Zuschauern auf Platz 1 gewählt. Das alleine war schon ein toller Erfolg.“
Zwar war der Gig beim Bandcontest der erste in der jetzigen Konstellation, aber die Band hatte auch vorher schon Auftritte in Nettetal und Viersen. Gegründet hat sich die Nettetaler Band 2005. „Danach gab es jedoch ein paar Änderungen“, berichtet Bassist Matthias Schink. „Anfangs hatten wir zwei Sänger und dazu ein Saxophon, doch trennten sich unsere Wege. Wir lernten Johannes Bruckes kennen, der unser Sänger wurde.“
Das war eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Denn nun fand die Band den Sound, den sie spielen wollte. Hatte sie angefangen mit dem Covern der Titel anderer Bands, begannen die Musiker schnell eigene Songs zu schreiben. Das ist bis heute so. „Wir haben einerseits unterschiedliche musikalische Interessen, anderseits verbinden uns Gemeinsamkeiten“, erklärt Drummer Stefan Rutkowski.
Von Reggae bis Metal
Das sind vor allem die beeinflussenden Musik- und Stilrichtungen, die von Reggae bis Metal reichen. „Opinion“ betrachtet unter anderen ACDC, Oasis und The Who als die für sie einflussreichsten Bands. Selbst ordnet die Band ihren Sound im klassischen Rock ein, wie man ihn in den 1970er-Jahren spielte. „Unser Equipment stammt größtenteils auch aus dieser Zeit“, berichtet Gitarrist Sebastian Schröder. Er hat zum Beispiel eine seiner Gitarren umgebaut, um den gewollten Klang zu erhalten.
„Ende des Jahres ist eine EP mit vier bis sechs Stücken geplant, erste Aufnahmen sind bereits eingespielt“ berichtet Bruckes. Zwar hat die Band einen festen Proberaum, doch bei diesem Thema diskutieren alle energisch. „Dass wir unseren Probenraum haben, war eher Zufall. Er war gerade frei, als wir suchten. Es wäre wünschenswert, wenn die Stadt Bands aus Nettetal zu solchen Räumlichkeiten verhelfen könnte.“
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