Viersen: Ein Kulturzentrum für die Jugend?
zuletzt aktualisiert: 21.10.2006Viersen (RPO). Nach Aussage der Viersener Jungsozialisten (Jusos) steht der Verkauf der Gebäude der früheren Lohbusch-Brauerei kurz bevor. Für den teilweise unter Denkmalschutz stehenden Komplex an der Dülkener Straße liegt bereits seit einigen Jahren ein Vorschlag der SPD-Jugendorganisation vor. „Die ehemaligen Brauerei eignet sich hervorragend als Standort für eine Jugendkulturstätte nach Vorbild etwa der Krefelder Kulturfabrik“, so Vorsitzender Sascha Zimmer.
Lange Zeit sei wegen der herrschenden Mehrheitsverhältnisse aber auf diesen Vorschlag nicht eingegangen worden. „Der Verkauf an einen Investor und die Schaffung von attraktiven Wohnungen oder Gewerberäumen ist zwar eine positive Sache“, erklärte Juso-Vorstandsmitglied Marcel Walter. „Damit aber ist das grundsätzliche Problem noch nicht vom Tisch. Immer noch fehlt ein attraktiver und zentraler Standort für die kulturellen Aktivitäten speziell der jüngeren Viersenerinnen und Viersener.“
Die Junge Union Viersen hat den Vorschlag der Jungsozialisten, die alte Brauerei nach dem Vorbild der Krefelder Kulturfabrik zu einem Jugendkulturzentrum umzubauen, interessiert zur Kenntnis genommen. „Eine solche Einrichtung würde Viersens Jugendkulturlandschaft sicherlich einen guten Schritt voranbringen“, stellt der Viersener JU-Vorsitzende Alexander Dobbelstein fest. Jedoch gebe es zwei Hürden: Zum einen müsste eine nötige Infrastruktur (Parkplätze usw.) an dieser Stelle erst geschaffen werden, zum anderen die Finanzierung: „Angesichts der schlechten Haushaltssituation kann man kaum mit städtischen Zuschüssen rechnen, weshalb erstmal ein Investor für ein solches Vorhaben gewonnen werden müsste“, so der JU-Vorsitzende. Zu beachten ist, dass der Kaufpreis von 300 000 Euro ein Bruchteil der Kosten sei, die bei einem Umbau anfallen würden. An dieser Stelle sieht die JU den Bürgermeister und seine Verwaltung gefordert: „Es bietet sich hier die große Chance für Bürgermeister Thönnessen, den von ihm im Wahlkampf angeprangerten Mängeln im Viersener Jugendangebot entgegenzutreten“, so JU-Vorstandsmitglied Stephan Kramer.
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