Viersen: Ein Streifzug durch die Natur
VON JANNETTA SZPAK - zuletzt aktualisiert: 13.10.2008Viersen (RPO). Die Wanderfreunde aus Hinsbeck und Lobberich trafen sich dieses Jahr wieder zum traditionellen Volkswandertag. Bei Sonnenschein legten die Teilnehmer Strecken von sechs oder elf Kilometern zurück.
Hinsbeck Annemarie Erkens ist für den Tag gut gerüstet. Sie trägt Wanderschuhe und hat eine wetterfeste Jacke dabei. Doch diese wird sie bei dem strahlenden Sonnenschein wohl nicht brauchen. Zusammen mit ihrer Wanderfreundin Margret Tüffers freut sie sich auf den Nachmittag. Der VfL Hinsbeck organisiert dieses Jahr den traditionellen Volkswandertag. Der ehemalige Vorsitzende des Vereins, Helmut Heider, hat sich zwei Wanderstrecken für die Gruppe ausgedacht.
Die Männer und Frauen sind pünktlich am Treffpunkt an der Jugendherberge in Hinsbeck. Zur Stärkung verteilt Helmut Heider rote Äpfel. Die Truppe ist gut gerüstet, schließlich sind alle Mitglieder der Wandergruppen beim TV Lobberich oder dem VfL Hinsbeck. „Ich wandere aber auch gerne privat“, sagt Annemarie Erkens. Neben einem Rucksack mit Getränken und Proviant für unterwegs, haben einige Wanderer auch professionelle Wanderstöcke dabei.
Erlebnis für Wanderer
Idee Seit mindestens 18 Jahren veranstaltet der VfL Hinsbeck abwechselnd mit dem TV Lobberich den Volkswandertag in Nettetal.
Kosten Die Teilnahme am Wandertag ist kostenlos. 45 Wanderfreunde liefen mit.
Organisation Wichtig sind mindestens zwei unterschiedlich lange Wanderstrecken, die auf die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer abgestimmt sind.
In Gedanken vertiefen
Los geht es Richtung Norden. Während einige die Wanderung für eine Unterhaltung nutzen, ziehen sich andere bewusst zurück. „Das ist eben das Schöne am Wandern, man kann sich schön in seine Gedanken vertiefen“, erklärt Margret Tüffers. Nach der Frage, welche Strecke die Lobbericherin gehen will, winkt sie lächelnd ab: „Natürlich die elf Kilometer“. Andere wollen das spontan entscheiden, je nach Kondition.
Die Waden schmerzen leicht, als es steil Berg hoch geht, doch den Profi-Wanderern scheint das nichts auszumachen. Sie plaudern munter weiter. Eine längere Pause hat Helmut Heider an dem Punkt „Schöne Aussicht“ geplant. Ein schöner Panoramablick über Lobberich, wären da nicht Nebelfelder, die die Fernsicht beeinträchtigen würden. „Viele gehen immer wieder die gleichen Strecken, die meisten kennen diesen Punkt nicht“, so der 70-jährige Heider. Sein Kollege, Ludwig Feuser, übernimmt die Leitung der Sechs-Kilometer-Gruppe, während Heider die elf Kilometer in Angriff nimmt. Unterwegs halten die Teilnehmer die schönen Aussichten mit der Kamera fest. Annemarie Erkens mag den Gang durch die Natur: Die rot-gelb gefärbten Blätter rieseln von den Bäumen. Die Gruppe genießt den goldenen Oktobertag in vollen Zügen.
Alle haben duchgehalten
Helmut Heider freut sich, dass alle durchgehalten haben. Keiner hat aufgegeben, alle sind am Ziel angekommen. Nach fast drei Stunden erreichen die Wanderer das Jugendheim in Hinsbeck und lassen den Nachmittag gemeinsam bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Im nächsten Jahr wollen alle wiederkommen.
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