2007: Eine Nachzüglerin für die Mosmüllers
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 03.09.20092007 (RPO). Stefan Mosmüller war 36, als er doch nochmal Vater wurde. "Unsere Zoe war eine Nachzüglerin", sagt er über die Geburt seiner ersten Tochter und seines zweiten Kindes. Zwölf Jahre zuvor wurde Dominik bereits geboren. "Mit der Zeit reifte in uns aber der Wunsch, noch ein zweites Kind zu bekommen", sagt Mosmüller über den Entschluss, den er und seine Frau Sandra trafen.
"Ich war auf einem Fortbildungsseminar in Köln, als sie mich anrief, dass die Wehen schon einsetzen würden", sagt der Waldnieler. Dabei war der eigentlich errechnete Termin erst zwei Wochen später. "Ich bin direkt los und war nach einer Stunde bei ihr." Gemeinsam fuhren sie ins Krankenhaus nach Neuwerk, wo bereits Dominik geboren wurde.
"Zunächst war ich wegen der Nachricht, dass Zoe zu früh kommen würde, total hibbelig", sagt er. Als dann an diesem April-Nachmittag 2007 auch noch ihr Herz, ihre Atmung und Ernährung überwacht werden mussten, kam ein Gefühl der Angst hinzu. "Wie sie da zwischen all den Schläuchen in ihrem Brutkasten lag – das sah schon bedrohlich aus." Doch ging es der Kleinen gar nicht so schlecht wie vielen anderen. "Ich durfte sie sogar auf den Arm nehmen." Anschließend konnte er seiner im Krankenbett liegenden Frau sagen, dass alles in Ordnung ist.
Am nächsten Tag fuhr er sie mit dem Rollstuhl zu ihrer Tochter. Während Dominik aufgrund seines Alters noch nicht mit zu Zoe durfte, schlossen die Eltern das neue Familienmitglied in ihre Arme. "Kinder bereichern das Leben", sagt Stefan Mosmüller. "Mit ihnen zu leben und sie aufwachsen zu sehen, ist viel schöner als allein zu sein."
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