Kreis Viersen: Eisflächen im Kreis sind nicht sicher
zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Kreis Viersen (RP). Die klirrende Kälte hat auch die Seen und Weiher im Kreis mit einer Eisschicht überzogen. Das lockt vor allem Schlittschuhläufer an. Ein gefährliches Unterfangen, denn die Gewässer sind oft nur oberflächlich zugefroren.
Wie schnell die märchenhafte Winteridylle zur tödlichen Falle werden kann, zeigt der Fall des 43-jährigen Niederländers, der am Wochenende auf den Krickenbecker Seen beim Schlittschuhlaufen eingebrochen war: Er wird noch immer vermisst. Durchgehend mindestens 15 Zentimeter dick, so die Aussage von Experten, sollte das Eis mindestens sein, damit es trägt. Doch auf solche Zahlenspiele lassen sich die Gemeinden im Kreis nicht ein. Sie warnen auf ihren Schildern: Betreten verboten.
Wer trotzdem Schlittschuh fährt oder auf dem Eis herumrutscht, tut das auf eigene Gefahr. "Wenn das Eis noch nicht so dick und fest ist, ist eigentlich jeder See gefährlich", so die Feuerwehr. "Besonders kritisch ist es aber, wenn sich darin eine Quelle befindet." Stehende Gewässer frieren eher zu als fließende, bei denen das Eis durch die ständige Bewegung des Wassers zudem dünner ist. Vom Ufer aus sind solche Strömungen nicht zu erkennen.
Doch nicht nur das bereitet Sorge: "Wenn es wieder wärmer wird, wiegen sich die Menschen in Sicherheit: Wo sie gestern noch Schlittschuh gelaufen sind, kann das Eis heute angetaut sein", warnt die Wehr eindringlich. Wer beobachtet, dass ein Mensch einbricht, soll sofort die Feuerwehr alarmieren, da die Überlebenschancen in eiskaltem Wasser äußerst gering sind. Wer einmal unter das Eis gerät, habe schlechte Chancen, da er den Ausgang nicht mehr findet. "Niemals sollte ein Helfer aber einfach auf die Eisfläche rennen", so die Experten.
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