Region: Eurobahn darf neue Züge nicht einsetzen
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 10.12.2009 - 09:55Region (RPO). Zum Fahrplanwechsel am Sonntag fährt zwischen Venlo und Hamm, über Mönchengladbach und Düsseldorf, auf der Linie RE 13 kein Zug. Und für die Wochen danach werden Reisende der Bahn nicht mit dem nagelneuen "FLIRT" der Eurobahn, sondern mit den alten Schätzchen der DB Regio vorlieb nehmen müssen.
Das Eisenbahnbundesamt verweigert der Firma Stadler, Hersteller des FLIRT, die Zulassung mit der Begründung, es hätten sich Normen und Anforderungen geändert. Kurios ist, dass Stadler vorher FLIRT-Züge bis zur Produktionsnummer 29 ausliefern durfte, sie alle sind zugelassen.
Hans Leister, Geschäftsführer der Eurobahn, die die DB Regio auf der Strecke ablöst, war gestern vollkommen ratlos. Er hat 49 FLIRT bestellt, vier wurden bisher ausgeliefert. Weil die deutsche Behörde dem Bautyp die weitere Zulassung verweigert, bekommt die Eurobahn auch keine Genehmigung für das niederländische Streckennetz bis Venlo. Dort droht eine weitere, aufwändige Prüfung.
Ab Montag wird die DB Regio wieder mit ihren alten Baumustern auf der Strecke des RE 13 fahren – wahrscheinlich noch mit Lücken im Fahrplan, weil das Unternehmen darauf nicht vorbereitet ist. Möglicherweise vergehen Wochen, wenn nicht gar Monate, ehe die Firma Stadler FLIRT-Züge ausliefern kann, die das Eisenbahnbundesamt zulässt.
Stadler habe bis zur letzten Minute immer wieder versichert, das Problem sei lösbar, erklärte Hans Leister von der Eurobahn gestern. Unverständlich ist, dass die neuen Züge nicht fahren dürfen, aber die Uralt-Wagen der DB jenen Standards entsprechen sollen, die das Eisenbahnbundesamt für den FLIRT anlegt.
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