Kreis Viersen: Feuerwehren im Stress: viele Bäume umgestürzt
zuletzt aktualisiert: 01.03.2010Kreis Viersen (RPO). 257 Einsätze verzeichnete die Feuerwehren im Kreis Viersen bis gestern Abend 18 Uhr. Aber auch danach liefen noch im Minutentakt die Drähte bei der Kreisleitstelle heiß. Die war kurzfristig personell aufgestockt worden, so dass drei Beamte die Hilferufe aus der Bevölkerung annehmen konnten. Alle 31 Löschzüge des Kreises waren mit 244 Feuerwehrleuten im Einsatz. Sogar die britische Feuerwehr der Javelin-Barracks in Elmpt zog außerhalb des eigenen Geländes ein Auto aus dem Graben, das in einer Windböe von der Straße abgekommen war.
Die Mosterzstraße in Süchteln war zeitweise gesperrt, weil gleich mehrere Bäume auf der Fahrbahn gelandet waren. Auch die Martinschule wurde in Mitleidenschaft gezogen. Dort hatten sich Platten am Flachdach gelöst. Die Feuerwehr konnte wegen der Gefahr für die Helfer dort nicht eingreifen. Ob in der Grundschule heute Unterricht stattfindet, war gestern Abend nicht mehr zu erfahren.
Umknickende Bäume und herabfallende Äste hatten nicht nur Autos und Gebäude getroffen, auch Überland-Stromleitungen wurden unterbrochen. Zuerst am Nachmittag in Boisheim, wo die Niederrheinwerke das Problem aber schnell beheben konnten. In Süchteln musste ein Notstromgenerator herbeigeschafft werden, weil gleich mehrere Leitungen von Bäumen getroffen worden waren. Auf der Bahnstrecke Viersen-Venlo ging ab 17.15 Uhr nichts mehr. In Boisheim war ein Baum auf die Oberleitung gestürzt und blockierte die Gleise.
In Willich drohte eine Kettenreaktion: Ein Giebel an einer Baustelle war eingestürzt, wurde nur noch vom davor stehenden Gerüst gehalten. Dieses drohte auf einen Baukran zu fallen. Der wiederum gefährdete vier Wohnhäuser. Die Bewohner mussten die Häuser verlassen, bis die Lage wieder sicher war.
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