Viersen: Gäste neugierig auf Kreisstadt
zuletzt aktualisiert: 06.09.2010Viersen (RPO). "Interessant" fand Wilfried Schmäling das Programm des 16. Gelderntages. Und seine Frau Maria ergänzte mit glänzenden Augen: "Toll!" Das Ehepaar war mit dem Emmericher Geschichtsverein gekommen und das erste Mal in Viersen. "Der Gelderntag hat uns neugierig gemacht", sagten beide und wollen ihren Sohn, der schon mal als Austauschschüler in Lambersart war, bitten, ihnen ein Mispelbäumchen zu besorgen. "Das Rezeptbuch haben wir schon", erzählten sie, bevor sie sich auf den Weg zum Stadtbad machten. Der Vormittag in der Festhalle wird den Gästen vor allem durch die unterhaltsamen Vorträge von Walter Tillmann im Gedächtnis bleiben. Mit der "Insel des zweiten Gesichts" von Albert Vigoleis Thelen, aus der sein Großneffe Rolf Thelen las, konnten viele Gäste wenig anfangen. Die Niederländer taten sich mit der Übersetzung "Het eiland van het tweede Gezicht" schwer. Doch alle lachten über die "Fremdenführung in der Kathedrale von Palma de Mallorca", in der Thelens Humor aufblitzt.
Auch im Garten von Ulf Schröders vor der geheimnisvollen Grotte lauschten alle Gäste den Märchen aus Deutschland und den Niederlanden. "Waarom februari maar achtentwintig dagen telt – warum der Februar nur 28 Tage hat" erzählte die Volkskundlerin Rebecca Johr, während ihr Kollege Mirco Uhlig berichtete, "warum keine Advokaten mehr in den Himmel kommen".
Ein letzter Höhepunkt des Tages war die Tanz-Performance mit der "Compagnie Danse Automatique" im Skulpturenpark am Rathausmarkt, bevor sich alle zum Abschluss beim "Kaiserlichen Imbiss" im Park trafen.
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