Viersen: Gemeinsame Sache machen
zuletzt aktualisiert: 20.12.2008Viersen (RPO). Nettetal steuert langsam, aber unaufhörlich aufs 40-jährige Stadtjubiläum zu. Gefeiert wird bereits ab kommendem Jahr. Dietmar Sagel über den Stand der Dinge, die Ziele und das Programm zum Fest.
Das Jubiläum
Feiern: Es wird sowohl gesamtstädtische als auch Stadtteilfeiern geben.
Abschluss: Letzte Veranstaltung ist am 11. Dezember 2010 der Nettetaler Sportgalaball.
Es war keine Liebesheirat, eher ein Zweckzusammenschluss, als Nettetal zu dem wurde, was es heute ist. Bei der kommunalen Neugliederung war der Jubel verhalten. Zum 40-jährigen Stadtjubiläum, das Nettetal im Jahr 2010 feiert, soll es dessen ungeachtet rund gehen. Und zwar gemeinsam über alle Ortsteilgrenzen hinaus. Über die Planungen sprach Angelika Ritzka mit Dietmar Sagel, Bereichsleiter der Nettezentrale.
Herr Sagel, wie weit sind die Vorbereitungen?
Sagel Bei der letzten Ratssitzung des Jahres fiel der richtige Startschuss: Dadurch, dass der Stadtrat für die Feierlichkeiten 100 000 Euro für die Stadtmarketingkampagne freigegeben hat, kann jetzt nicht nur geplant, sondern gehandelt werden. Die Organisatoren haben Planungssicherheit. Eine Ermächtigungsgrundlage ist gegeben. Damit ist der Schirm über uns gespannt, um gemeinsam zu organisieren.
Das Stadtjubiläum wird aber nicht nur im Rathaus organisiert, oder?
Sagel Nein. Der echte Startschuss soll von unten gekommen – von den Akteuren in den Stadtteilen und aus den Vereinen. Eine Projektgruppe, ein Kernteam und weitere Arbeitsgruppen in den Stadtteilen haben dazu Leitlinien entwickelt. Jetzt ist es wichtig, dass in den einzelnen Orten Veranstaltungen vorbereitet werden, damit Leben in das Projekt kommt. Die Akteure sind die Bürger. Gearbeitet wird in den Stadtteilen über die Vereine und Institutionen, etwa die Naturschützer, die Werberinge, Bürgervereine oder den Stadtsportverbund. Wir als Stadt betrachten uns als Koordinationsstelle – oder bildlich gesprochen: als Knetmasse dazwischen.
Welche Veranstaltungen wird es geben?
Sagel Im Jahr 2009 geht es bereits los. Dann starten wir unsere Marketingkampagne, die über die Stadt hinaus greifen soll. Außerdem reichen die Veranstaltungen vom grenzübergreifenden Amateurtheaterfestival über einen Bauern- und Handwerkermarkt, der Einweihung des dann neu gestalteten Lobbericher Alten Marktes bis hin zur einem Lichter - und Bahnhofsfest. Im eigentlichen Jubiläumsjahr 2010 legen wir noch einmal nach. Etablierte Veranstaltungen wie das Frühlingsfest in Kaldenkirchen oder der Ferkesmarkt in Lobberich werden in die Stadtfeierlichkeiten einbezogen. Dazu gibt es auch neue: Beispielsweise das Nette-Seen-Fest, an dem alle Stadtteile mitwirken werden oder der Hubertusmarkt in Schaag.
Gibt es ein Motto für das Stadtjubiläum?
Sagel Bislang existiert als Arbeitstitel: „Nettetal ist mehr . . .“ Ergänzen könnte man: „mit tollen Festen in schönen Stadtteilen“. Ein echter Slogan ist noch nicht gefunden.
In dem Jubiläumsjahr sollen sich die Bürger gegenseitig in den Orten besuchen. Wie hoffen Sie, die Nettetaler in „fremde“ Stadtteile zu locken?
Sagel Indem wir an ein Gefühl appellieren: Nettetal ist eine Stadt mit vielen schönen Seiten. Sie lebt aus ihren starken und selbstbewussten Stadtteilen heraus. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht auch als Nettetaler fühlen kann. Unser Ansatz ist, sich nicht nur zu besuchen, sondern auch etwas für einander zu tun. Vielleicht gelingt es auch, dass die Bürger über die Vereine gemeinsame Sache machen. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.
Wann wird das komplette Programm stehen?
Sagel Voraussichtlich in drei Monaten. Dann muss das Grundgerüst für die gesamten Feierlichkeiten vorhanden sein, damit wir in die Werbung gehen können.
Wann geht’s los?
Sagel Thematischer Start ist beim Neujahrsempfang 2009 unter dem Titel „Nettetal ist mehr . . .“.
Ihre Prognose: Wie wird’s?
Sagel (lacht) 2009 wird schön, 2010 noch besser. FRAGE DES TAGES
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