Kreis Viersen: Gesundheitsamt warnt vor Kriebelmücke
zuletzt aktualisiert: 30.04.2010Kreis Viersen (RPO). Das warme Wetter macht auch lästige Insekten mobil. Das Gesundheitsamt des Kreises weist auf eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Kriebelmücken hin. Bis zum Wochenende werden sie vermehrt in allen Regionen des Landes vorkommen.
Die Mückenweibchen sind auf Blutnahrung angewiesen. Sie können einzeln oder in Schwärmen Weidetiere und Menschen anfliegen. "Die tagaktiven Kriebelmücken sind klein und gemein. Man spürt den unliebsamen Besuch erst, wenn der freche Flieger weg ist", erklärt das Gesundheitsamt. Der Stich juckt extrem und kann Handteller-groß rot anschwellen. Die Kriebelmücke sticht nie in geschlossenen Räumen. Menschen sollten sich während der drei- bis vierwöchigen Hauptflugzeit der Mücken, die in Feuchtgebieten leben, wenig im Freien aufhalten. Lange Hosen und langärmelige Oberbekleidung, geschlossene Schuhe und eine eng abschließende Kopfbedeckung bieten Schutz. Unbedeckte Hautpartien können mit handelsüblichen Mitteln gegen Mückenbisse geschützt werden.
Sollte das Insekt gebissen haben, ist es wichtig, sich zu beherrschen und sich nicht zu kratzen. Es können sich folgende Symptome zeigen: schmerzhafte Rötung, Schwellung, Quaddelbildung und Juckreiz sowie ein roter Fleck am Einstich. Bei manchen Menschen kann nach mehrfachem Befall das Gesicht anschwellen, Augenlider und Bindehaut können blutunterlaufen sein. Gelegentlich fühlt man sich einige Tage krank. Als Sofortmaßnahme hilft kühlen, die Einstichstelle sollte desinfiziert werden, um bakteriellen Entzündungen zu vermeiden. In schweren Fällen kann eine cortisonhaltige Creme oder Tabletten nach Verordnung durch den Arzt genutzt werden.
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