Niederkrüchten: Gold-Pferd in feurigem Rot
VON JOCHEN SMETS - zuletzt aktualisiert: 16.08.2008Niederkrüchten (RPO). Für Bundestrainer Hans Melzer sind Ingrid Klimke und FRH Butts Abraxxas ein Paar mit Perspektive. Die Olympiade gibt ihm Recht. Der Oberkrüchtener Künstler Thomas Aeffner hat den Siegertypen für seine Reiterin gemalt.
Ingrid Klimke wird ihr Gold-Pferd Abraxxas bald im Wohnzimmer haben. Zumindest bildlich. Denn der Rappe, der mit seiner Reiterin soeben bei Olympia im Vielseitigkeits-Teamwettbewerb Gold gewonnen hat, ist vom Oberkrüchtener Künstler Thomas Aeffner im Großformat porträtiert worden.
Anlass war die Wahl von FRH Butt‘s Abraxxas zum Pferd des Jahres 2008. Die Leser-Wahl der Fachzeitschrift Reiter Revue wird für den jeweiligen Sieger mit einem künstlerischen Porträt gekrönt, für das Thomas Aeffner verantwortlich zeichnet. Im vergangenen Jahr verewigte er bereits den damaligen Gewinner Satchmo, Isabell Werths Paradepferd, das der Rheinbergerin in China in der Dressur ebenfalls eine Goldmedaille einbrachte. „Ich drücke ihnen die Daumen, dass sie gesund zurück kommen“, so der bekennende Pferdesportfan Thomas Aeffner, „ich habe jedenfalls getan, was ich konnte, um sie mit meiner Kunst zu beflügeln“.
FRH Butt‘s Abraxxas
Hannoveraner Der elfjährige Hannoveraner Wallach ist mit einem Stockmaß von 1,64 Meter in der internationalen Konkurrenz vergleichsweise klein, aber im Reitsport schon ein ganz Großer.
Erfolge Bei der Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter 2007 kam Ingrid Klimke mit ihm auf Platz 10. Beim Aachener CHIO gewann sie mit ihm den Nationenpreis. 2006 hatte das Paar bereits das Deutsche Berufsreiter-Championat gewonnen. Die Krönung: Sieg in der Mannschaftswertung der Vielseitigkeitsreiter bei den Olympischen Spielen in Hongkong mit respektablem fünftem Platz im Einzelspringen sowie drittbestem Dressur-Einzelergebnis.
Braxxi kann lesen und schreiben
Ingrid Klimke, Tochter der Reiter-Legende Dr. Reiner Klimke, war begeistert von der Leinwand-Version ihres Top-Pferdes, das die 40-jährige Münsteranerin liebevoll „Braxxi“ nennt. Das mag daran liegen, dass Aeffner in diesen Porträts seine eigene Leidenschaft für Pferde und sein künstlerisches Können zu einer eindrucksvollen Bildsprache verbindet. Bei Abraxxas kommt die Kraft und Eleganz des prächtigen Rappen optimal zur Geltung. Abraxxas scheint in dem Acrylgemälde in flammendem Rot gewissermaßen aus dem Feuer hervor zu preschen – eine Anspielung auf sein Temperament. Ingrid Klimke schwärmt über ihr Buschpferd: „Er kann ,lesen und schreiben’ und der Schalk sitzt ihm im Nacken. Seine Grundfitness, Ausdauer und seine Schnelligkeit sind enorm. Im Gelände sucht er jeden Sprung und will einfach keinen Fehler machen.“
Thomas Aeffner lebt und arbeitet seit 14 Jahren mit seiner Frau Cilia de Munnik, ebenfalls eine bekannte Künstlerin, in Oberkrüchten. Er pflegt enge Kontakte zur Reiterszene. Da lag eine künstlerische Annäherung an das Thema Pferd nahe. „Außerdem fand ich die klassischen Pferdebilder immer kitschig“. So erweiterte Aeffner sein Schaffen um künstlerisch anspruchsvolle Tierporträts.
Ihr Wissen und Können geben Aeffner und de Munnik auch weiter: Das Künstlerpaar bietet Anfängern und Fortgeschrittenen regelmäßig Kurse in Acrylmalerei, Zeichnen und Aquarellieren sowie in der Herstellung von Betonskulpturen an. Hinzu kommen Mal- und Zeichenkurse für Kinder ab neun Jahren.
Info: www.aeffner.com www.klimke.org
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