Viersen: Grabeskirche vor Einsegnung
VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 26.05.2012Viersen (RP). Die technische Abnahme ist erfolgt, die Übergabe an den Bauherrn gelaufen. In der künftigen Viersener Grabeskirche St. Joseph wird derzeit alles für den Eröffnungsgottesdienst am 1. Juni vorbereitet.
"Wir liegen gut im Zeitplan. Trotz einiger Überraschungen, die bei einem Bauwerk von 1890 nicht ausbleiben und manchen Handwerker staunen ließen, ist der Umbau hervorragend gelaufen." Dieses Fazit ziehen Pastoralreferent und Seelsorger Martin Alfing und Bernd Bodenbenner, der für die Verwaltung der Grabeskirche St. Joseph zuständig ist. Der Umbau der Pfarrkirche St. Joseph zur Grabeskirche, der im Sommer vergangenen Jahres begonnen hat, befindet sich in der Endphase.
Feinbeton
"Die Restauratorin arbeitet noch am Taufbrunnen und der Schreiner ist noch in der Sakristei und in unseren Büros beschäftigt", erklärt Bodenbenner. Doch bis zum feierlichen Eröffnungsgottesdienst am kommenden Freitag, 1. Juni, sollen auch diese Arbeiten abgeschlossen sein. Was einst mittels Zeichnungen und Animationen dargestellt wurde, ist nun Wirklichkeit geworden. "Wir empfinden es als sehr gelungen", sagt Alfing.
Was noch wichtig ist
Einweihung Mit einem festlichen Gottesdienst wird die Grabeskirche St. Joseph am kommenden Freitag, 1. Juni, 18.30 Uhr, eröffnet. Weihbischof Karl Reger weiht den neuen Altar und segnet das Kolumbarium ein.
Kontakt Nähere Informationen zur Grabeskirche und zu Bestattungsmöglichkeiten gibt es Martin Alfing und Bernd Bodenbenner. Sie sind telefonisch unter den Rufnummern 02162 1025612 oder 02162 1061350 zu erreichen.
Und damit hat er Recht. Sowohl die aus Feinbeton modern und schlicht gestalteten Urnenwände und Stelen als auch der neue Altarraum, ebenfalls ganz aus Feinbeton, harmonieren mit den historischen Elementen wie Taufbrunnen, Kreuzweg, den Hochaltären und den alten Fenstern. Wobei diese eine besondere Bedeutung haben. "Wir haben die einzelnen Bereiche der Grabeskirche nach den auf den Fenstern dargestellten Heiligen benannt. Das ist für uns und die Besucher eine Orientierung", erklärt Alfing. Eine im Eingangsbereich aufgestellte Tafel hilft zudem die entsprechende Grabstätte zu finden, denn "nicht alle kennen die jeweiligen Heiligen", sagt Bodenbenner. Erfreut sind Alfing und Bodenbenner über die Nachfrage. Es fanden schon etliche Gespräche statt und 30 Urnengrabstätten sind bereits verkauft, wobei die erste Beisetzung am Montag, 4. Juni, stattfinden wird. "Wir möchten nicht nur ein Friedhof sein, sondern ein Trauerzentrum und ein Ort der Begegnung", betont Alfing. So steht die Kirche jeden Tag von 10 bis 17 Uhr offen. Dazu gibt es jeden Samstag um 18.30 Uhr einen Gottesdienst.
Die ersten Ehrenamtlichen konnten schon für die Betreuung während der Öffnungszeiten der Grabeskirche gewonnen werden. "Aber wir suchen noch mehr", sagt Bodenbenner. Ehrenamtliche Unterstützung durch den Kirchenvorstand, allen voran Rainer Gitmans, und dem Grabeskirchenausschuss war es auch, die bei der gesamten Umbaumaßnahme positiv zum Tragen kam. "Ohne diese Hilfe hätte manches nicht so gut geklappt", sind sich Bodenbenner und Alfing einig.
Mit der Fertigstellung stehen nun 1638 Urnenplätze in Form von Einzel- und Doppelgrabstätten in Wänden und Stelen zur Verfügung. Sollte sich die Nachfrage weiter positiv entwickeln kann ein zweiter Ausbau auf insgesamt 3800 Grabstätten erfolgen. FRAGE DES TAGES
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