Kreis Viersen: Grüne fordern die Energiewende im Kreis
zuletzt aktualisiert: 29.03.2011Kreis Viersen (RPO). Die Grünen im Kreis Viersen fordern die Energiewende auch im Kreis Viersen. Ihre Sprecherin auf Kreisebene, Marianne Lipp, verweist auf die Folgen der Havarie im japanischen Kraftwerk Fukushima.
Auf Bundesebene hätten die Grünen bereits einen Fahrplan zum schnellen Ausstieg aus der Atomkraft vorgelegt. Spätestens 2017 solle das letzte Atomkraftwerk vom netz gehen.
Parallel sollen die Erneuerbaren Energien und die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) schneller als bisher geplant ausgebaut werden. Dazu legen die Grünen ein umfassendes Maßnahmenpaket vor. "Aus der Reaktorkatastrophe in Fukushima müssen die richtigen Konsequenzen gezogen werden", fordert Lipp. Eine solche Katastrophe sei auch in Deutschland vorstellbar. Der Ausfall der Kühlung habe gereicht, um die Katastrophe auszulösen. Dafür brauche es aber weder Erdbeben noch einen Tsunami. Es reiche ein Flugzeugabsturz.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sei beschleunigt auch im Kreisgebiet möglich. Dann dürfe aber nicht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als wichtiges Förderinstrument in Frage gestellt werden. Besonders schlimm ergehe es unter Union und FDP der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung. Nach einer monatelangen Hängepartie sei das Impulsprogramm zur Förderung von Mini-KWK-Anlagen im März 2010 eingestellt worden. Auch im Energiekonzept spielt die Kraft-Wärme-Kopplung überhaupt keine Rolle mehr.
Ebenfalls wehre sich die Bundesregierung bis heute gegen die Einführung eines Energieeffizienzfonds. Das Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (MAP) werde weiter gekürzt, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm sei von 2009 bis 2011 gar von 2 Milliarden auf noch 437 Millionen Euro zusammengestrichen worden. Nach dem Stand der Haushaltsplanung der Bundesregierung für 2012 solle es ganz eingestellt werden. Lipp: "Wir im Kreis Viersen sollten nicht auf die Bundesregierung warten und zeigen, dass erste Schritte möglich sind.
Ein gutes Beispiel findet sich in Kempen, wo im Neubaugebiet An der Kreuzkapelle nun Kraft-Wärme-Kopplung zu Einsatz kommt. Wir wünschen uns auch in den anderen Gemeinden und Städte mehr Projekte, die die Energiewende, weg von Atom und Kohle, hin zu Erneuerbaren Energien vorantreiben." FRAGE DES TAGES
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