Kreis Viersen: GWG baut für Jung und Alt
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 09.05.2008Kreis Viersen (RPO). Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen konzentriert sich auf „Wohnen mit Service“ für ältere Menschen im gesamten Kreisgebiet. Sie plant außerdem Reihenhäuser für junge Familien zur Miete.
GWG in Zahlen 2007
Bilanzsumme 120 Mio. Euro
Überschuss 1,3 Mio. Euro, davon
Dividende 22 Euro Stückaktie (Volumen 340 600 Euro). 900 000 Euro erhält die Gewinnrücklage.
Leerstandsquote 3,12 (mit „gewollten“ Leerständen im Zuge von Modernisierungsarbeiten).
Eigene Wohnungen 4461, Verwaltung für Dritte: 320 Wohn-, 164 Gewerbeeinheiten, 428 Garagen und Stellplätze, 9 Eigentumswohnungen.
Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen (GWG) wird in Zukunft viel Geld in die Modernisierung ihres Bestandes stecken. Außerdem plant sie Wohnungen für ältere Menschen und Reihenhäuser für Familien. „Wir wollen junge Familien fördern und das Service-Wohnen für Ältere vorantreiben“, kündigte gestern Aufsichtsratsvorsitzender Rudi Alsdorf an. Dies sei die erforderliche Reaktion auf den demografischen Wandel.
Der „Wohnpark Nordwall“ auf dem Gelände der früheren Schwalm-Nette-Klinik wird in diesem Jahr fertiggestellt. Bezogen werden im Herbst 23 barrierefreie Wohnungen zwischen 47 und 126 m2 Größe, von denen drei rollstuhlgerecht sind. Ehepaare und Einzelpersonen jenseits der 50 Jahre sollen hier dauerhaft wohnen und mit zunehmendem Alter Serviceleistungen externer Dienstleister in Anspruch nehmen können.
„Wohnen mit Service“ gibt es ab 2010 auch in der unmittelbaren Nähe des Elmpter Altenheims St. Laurentius. In der zweiten Jahreshälfte beginnt der Bau von 20 Seniorenwohnungen – vier mit drei Zimmern, jeweils 73 m2 groß, sowie 16 mit zwei Räumen, 59 m2 groß. An der Färberstraße in Lobberich will die GWG ebenfalls altengerechte Wohnungen errichten, geprüft wird ein Vorhaben an der Wiesenstraße in Kempen.
Hinter den alten Siedlungshäusern in der Martin-Rieffert-Straße in Willich baut die GWG zwei „Stadtvillen“ (Punkthäuser mit viel Fensterfläche). Die jeweils sechs Wohnungen werden Ende 2008 bezogen. Auch hier sind alle Wohnungen (zwei bis vier Zimmer, 58 bis 91 m2) barrierefrei, also für ältere und behinderte Menschen geeignet. Die früheren GWG-Siedlungshäuser saniert der Willicher Bauträger Paschertz Grundstücks GmbH. Ganz in der Nähe wird die GWG am Kaiserplatz das ehemalige Feuerwehr-Areal bebauen. Auch hier entstehen 20 Wohnungen für ältere Mieter nach dem Konzept „Wohnen mit Service“.
Die alte Bebauung an der Eickener Straße/ Ecke Sechs Linden in Waldniel wird abschnittsweise durch Neubauten ersetzt. Die GWG erwartet, nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens im Frühjahr 2009 beginnen zu können. Errichten will die Wohnungsgesellschaft vier Punkthäuser, in denen 30 jeweils 60 m2 große Wohnungen entstehen. Die Gebäude werden mit öffentlichen Mitteln gefördert, wer einzieht, benötigt also einen Wohnberechtigungsschein.
Geplant sind kreisweit Reihenhäuser für junge kinderreiche Familien zur Miete. Nach Angaben von GWG-Vorstand Diether Thelen ist dafür „die Nachfrage weiterhin sehr groß“.
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