Viersen: Hoch aufs Ehrenamt
VON ANDREAS REINERS - zuletzt aktualisiert: 06.12.2006Viersen (RPO). Das Ehrenamt ist in Viersen eine starke Sache. Mehr als 40 Organisationen informierten gestern im Stadthaus über ihre vielfältigen Aktivitäten.
Die Damen von der Rumänienhilfe der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen haben selbst eingemachte Marmelade auf den Tisch gestellt. Die verkaufen sie ansonsten vor der Kreuzkirche an der südlichen Hauptstraße für den guten Zweck. Seit Jahren unterstützt die Kirche ein Hilfsprojekt in Siebenbürgen. In einer anderen Ecke des Stadthaus-Foyers informiert die Pfarrcaritas von St. Josef über ihre vielfältigen Aktivitäten. Zwei Beispiele von mehr als 40 ehrenamtlichen Hilfsprojekten, die seit Jahren erfolgreich in Viersen laufen. An 19 Info-Ständen wird beim „Markt der Möglichkeiten“ über die Arbeit der Freiwilligen in der Kreisstadt informiert.
In einer gemeinsamen Veranstaltung der Stadt Viersen mit der Freiwilligenzentrale und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband stellen Sozial- und Selbsthilfe- und Seniorenorganisationen an diesem „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ sich und ihre Arbeit vor. Das Bild ist beeindruckend und zeigt das, was Bürgermeister Günter Thönnessen in seiner Begrüßungsrede so beschreibt: Ohne ehrenamtliches Engagement wäre die Stadt Viersen ärmer. Thönnessen sagt „Danke!“ für den Einsatz der vielen Freiwilligen, auch denen, die an diesem Morgen im Stadthaus nicht vertreten sind. Ehrenamtler zeigten vor allem ein großes Herz für ihre Mitmenschen. Das sei beileibe nicht selbstverständlich. Das Ehrenamt sei unverzichtbar für Viersen, es habe daher einen festen Platz in der Stadt.
Markt-Teilnehmer
Beim „Markt der Möglichkeiten“ waren gestern im Viersener Stadthaus vertreten: Evangelische Kirchengemeinde Viersen, Grüne Damen, Altenstube Ringstraße, Evangelische Frauenhilfe, Seniorenheime Haus Greefsgarten und Am Nordkanal, Hospizinitiative Viersen, Katholische Frauengemeinschaft Viersen, Seniorenprojekte „Miteinander – Füreinander“, Sport für betagte Bürger, DPWV-Kreisgruppe Viersen, Arbeitskreis für Behindertenfragen, Straffälligenhilfe, Viersener Tafel, Diakonisches Werk, Stadtteilbüros, Freiwilligenzentrale, SKM, SKF, Sozialverband VdK, Pfarrcaritas von St. Josef, Psychiatrische Hilfsgemeinschaft, Caritasverband, Kinderschutzbund, Awo.
Welche Ausstrahlung die Arbeit mit und von Ehrenamtlichen haben kann, macht Ellen Weinebrod, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Krefeld-Viersen, am Beispiel der Viersener Freiwilligenzentrale deutlich: In den sechs Jahren seit der Gründung der Einrichtung seien rund 500 Ehrenamtliche beraten und vermittelt worden. Die Freiwilligenzentrale betreue etwa 40 unterschiedliche Aufgabenfelder.
An diesem Tag des Ehrenamtes stehen vor allem die Aktivitäten in der Seniorenarbeit im Mittelpunkt: Der Verein Sport für betagte Bürger ist ebenso vertreten wie die Arbeiterwohlfahrt. Unter dem Stichwort „Miteinander – Füreinander“ können sich die Besucher über eine der mittlerweile größten Initiativen in der Seniorenarbeit in der Stadt informieren. Nachdem das Projekt von Stadt und Caritasverband auch im südlichen Alt-Viersen angeschoben worden ist, wachsen die einzelnen Gruppen – wie zuvor schon in Süchteln und in Dülken/Boisheim – buchstäblich wie Pilze aus dem Boden.
Als besonderes Dankeschön für die Teilnehmer am „Markt der Möglichkeiten“ gibt es am Abend eine Kabarettveranstaltung passend zum Thema: Monika Hintsches nimmt sich des Ehrenamtes unter dem Motto „Augen zu und durch . . .“ an.
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