Viersen: "Ich arbeite für den Kreis"
VON JOACHIM NIESSEN - zuletzt aktualisiert: 28.07.2010Viersen (RPO). Viersens Grünen-Landtagsabgeordnete Martina Maaßen will im NRW-Parlament für den Niederrhein kämpfen. Nach Meinung der 46-Jährigen gehört der "Eiserne Rhein" an die A 40, der Ausbau des Schienennahverkehrs in den Kreis.
Sie sitzt erst seit wenigen Wochen im Düsseldorfer Landtag, doch sie ist bereits eine wichtige Speerspitze für den Kreis Viersen in der rot-grünen Landesregierung: Martina Maaßen, langjährige Kommunalpolitikerin aus Leidenschaft und Fachfrau vor allem im sozialpolitischen Bereich. Genau hier hat die 46-Jährige in der neuen NRW-Landesregierung eines ihrer Betätigungsfelder gefunden.
Maaßen ist für ihre Partei Sprecherin im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Krankenhaus, arbeitet verantwortlich im Wissenschafts- und im Petitionsausschuss mit. Daneben hat die Viersenerin sich für ihre Heimat ein wichtiges Ziel gesetzt: "Ich werde darauf achten, dass der Niederrhein und die ländliche Region insgesamt in der neuen Regierung nicht hinten runter kippen."
Politische Ämter
Martina Maaßen (46) ist Dipl.-Sozialwirtin (FH), Dipl.-Sozialpädagogin und seit 1990 Mitglied der Partei Bündnis 90 / Die Grünen:
Partei Seit 2007 Vorsitzende des Bezirksverbands Niederrhein-Wupper ihrer Partei;
Rat Mitglied des Rates der Stadt Viersen seit 1999 und dort Fraktionsvorsitzende seit 2004;
Kreis Seit 2009 Mitglied des Kreistages des Kreises Viersen.
Verantwortung übernehmen
Darauf setzen nicht nur die Grünen im Kreis Viersen, sondern auch die Kollegen in Mönchengladbach: "Die dortigen Parteifreunde haben mich angesprochen, ich bin gerne bereit, hier ebenfalls Verantwortung zu übernehmen." Vor allem beim Thema "Eiserner Rhein" kann die Region eine deutliche Stimme in der Regierung gebrauchen: "Hier muss eine Lösung gefunden werden.
Die sehe ich derzeit auf der Trasse an der A 40. Ich glaube, dass der Kostenaufwand dafür noch nicht richtig untersucht worden ist." Bahn und öffentlicher Personennahverkehr sind für die neue Regierung Schwerpunkte. Für Maaßen steht dabei auch die Anbindung der Regiobahn im Vordergrund: "Wir müssen für den Kreis Viersen eine optimale Infrastruktur schaffen." Rot-Grün will hier auf Landesebene neue Wege gehen.
So soll ein Beirat für ÖPNV und Schienenverkehr geschaffen werden, in den auch außerparlamentarische Fachverbände aktiv eingebunden sind. "Wir müssen die Vorarbeiten für eine Entscheidung auf eine breitere Basis stellen", erklärt Maaßen.
Übrigens: Die Bürotür von Martina Maaßen steht nicht nur für die Bürger, sondern auch für Politiker anderer Parteien jederzeit offen: "Ich sehe meine politische Aufgabe auch als Vermittlerin und Anlaufstelle zwischen Kommune, Kreis und Land", so das Viersener Rats- und Kreistagsmitglied. Spätestens im November soll in der Kreisstadt ein Wahlkreisbüro eröffnet werden. Nach Düsseldorf einladen will die Landtagsabgeordnete die Verwaltungsspitzen von Stadt und Kreis Viersen. Gleichzeitig sucht sie den Dialog mit den anderen Bürgermeistern und Dezernenten: "Ich arbeite für den Kreis Viersen im Landtag."
Zugute kommt der 46-Jährigen ihre breite politische Transparenz. In der Stadt Viersen kooperiert Jamaika aus CDU, FDP und Grünen, im Kreistag bestimmt G 8 – die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, FDP und Grünen – die Richtung, und im Land lenkt die rot-grüne Minderheitsregierung die Geschicke. "Ich will grüne Politik durchsetzen", so Maaßen. "Da gibt es viele richtige Wege, die in die Zukunft führen." FRAGE DES TAGES
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