Kreis Viersen: Im Grenzgebiet: Kripo sucht Sexualstraftäter
zuletzt aktualisiert: 24.02.2010Kreis Viersen (RPO). Nach einem Sexualstraftäter fahnden deutsche, niederländische und belgische Strafverfolgungsbehörden, der in den vergangenen 19 Jahren in der Rheinschiene, im Raum Eupen sowie in Venlo als Vergewaltiger und mit der sogenannten "Mitleidsmasche" in Erscheinung getreten ist.
Die Ermittler kennen die "Handschrift" des Täters: So erfolgten die Vergewaltigungen, nachdem der Gesuchte in Wohngebäude, Alten- oder Studentenwohnheime eingestiegen war oder sich eingeschlichen hatte. Anders sieht die Vorgehensweise bei der "Mitleidsmasche" aus. Hier klingelt der Unbekannte an der Tür und erklärt, wegen einer Behinderung seine Arme nicht bewegen zu können. Er bittet dann um Hilfe beim Urinieren. Helfen ihm die Frauen, stellt sich heraus, dass sein Vorgehen eindeutig sexuell motiviert ist. Ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen Taten ist bewiesen, da in bislang neun Fällen bei der Spurensicherung DNA des Täters gefunden wurde. Sieben Vergewaltigungen, eine "Mitleidsmasche" und ein Fall von Exhibitionismus werden demselben Täter zur Last gelegt. Daneben gibt es rund 60 weitere Fälle, für die er aufgrund des jeweiligen Tatablaufs infrage kommen könnte.
Fest steht: Der Gesuchte ist 35 bis 50 Jahre alt, von unauffälliger Gestalt und Körpergröße und trug dunkle Haare. Schon bei der Nationalität des Mannes gehen die Beschreibungen der Opfer auseinander. Kriminaldirektorin Anette Cruel: "Das Auffällige an ihm ist seine Unauffälligkeit. Ihm steht ganz sicher nicht auf der Stirn geschrieben, dass er ein Sexualstraftäter ist. Er ist der unscheinbare Nachbar, dem niemand diese Tat zutraut." Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02162 3770 entgegen.
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