Schwalmtal: In Schwalmtal wird gebaut
VON BIRGITTA RONGE - zuletzt aktualisiert: 13.01.2012Schwalmtal (RP). Die größten Schandflecken sind weg: Auf dem Krautfabrik-Platz wird Ende Februar Edeka eröffnet, im Sommer soll auch der Rewe-Markt am Kranenbachcenter fertig sein. Was aus dem Schlossbräu-Gelände wird, ist noch unklar.
Bauarbeiter und Bagger werden die Schwalmtaler in diesem Jahr begleiten. Während bei Edeka auf dem ehemaligen Gelände der Krautfabrik planmäßig schon am 28. Februar die Eröffnung gefeiert wird, wird am Amerner Kranenbachcenter noch gebaut: Dort entsteht ein neuer Rewe-Markt, der voraussichtlich nach den Sommerferien fertig wird. Auf dem Gelände der alten Schlossbrauerei in Waldniel dagegen wurde zwar die Oberfläche begradigt, doch was dort passiert, ist noch unklar. Man sei in Gesprächen, sagt Planungsamtsleiter Bernd Gather von der Gemeindeverwaltung, und man hoffe, in diesem Jahr das Planverfahren erstellen zu können. Doch irgendwelche Bauten sehen können die Schwalmtaler in diesem Jahr dort wohl noch nicht.
Das kommt noch
Schulsozialarbeiter Für die Vermittlung der Angebote aus dem Bildungs- und Teilhabepaket werden 1,25 Stellen eingerichtet, die an den Schulen arbeiten sollen
Leitbild Nach der Bürgerbefragung soll das Projekt "Schwalmtal 2020" fortgesetzt werden
Radweg Auf der stillgelegten Bahntrasse zwischen Dülken und Waldniel soll ein "Alleenradweg" errichtet werden
Regenwasser Das Pfadfinderheim in Hehler erhält einen Anschluss ans öffentliche Kanalnetz
Holzpellets für den Burghof?
Auch für private Häuslebauer tut sich was in diesem Jahr: Derzeit laufen Gespräche mit Interessenten, die ein Grundstück im Baugebiet "Zum Burghof" an der Lüttelforster Straße kaufen möchten. Im Gespräch ist derzeit eine Versorgung über eine Holzpelletsanlage. Am Dienstag gab es dazu eine Informationsveranstaltung, bei der die Niederrein Energie und Wasser (NEW) in der Nachfolge der Niederrheinwerke Möglichkeiten der Wärmeversorgung in diesem Bereich vorstellte. Die NEW hatten der Gemeinde als Investor die Baugrundstücke abgenommen. Beim Immobilientag am 11. März will die Gemeinde das Konzept vorstellen.
Im Baugebiet Haversloerhof ist der Start des zweiten Bauabschnitts für den Herbst geplant, die Arbeiten dort werden sich bis ins Frühjahr 2013 ziehen. Gebaut werden soll auch an der Gartenstraße in Waldniel: Dort, wo jetzt noch Garagen stehen, soll ein Gebäude errichtet werden, der im unteren Bereich gewerbliche Flächen, oben Platz für barrierefreies Wohnen vorhält. Auch Parkplätze sollen dort eingerichtet werden.
Im Bereich des Straßenbaus steht in diesem Jahr die Kanalsanierung an der Dülkener Straße zwischen alter Post und Heerstraße an. Die Dülkener Straße, noch 7,50 Meter breit, wird teilweise auf 6,50 Meter zurückgebaut, "aus Kostengründen", wie Bernd Gather erläutert. Gleichzeitig erhalten auch die Rochusstraße und der Stichweg zur Bahnhofstraße einen neuen Belag. An der Neustraße werden Unterbau und Pflasterung erneuert, in der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten, die Mitte Februar abgeschlossen sein sollen.
Während die Kindergärten nach Aus- und Umbauten für die Betreuung der Unter-Dreijährigen aufatmen dürfen, wissen die Schulen noch nicht, wo es langgeht: Die Verwaltung prüft derzeit auf Bitten der Politik, welche Möglichkeiten es gibt, die drei weiterführenden Schulen an den demographischen Wandel anzupassen. Ob eine Sekundarschule eingerichtet wird, ist noch nicht klar. "Wir wollen nichts überstürzen", sagt Schul- und Sozialamtsleiter Werner Bongartz. "Nicht, bevor wir nicht mit den Eltern, den Schulen und den Nachbargemeinden gesprochen haben."
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