Kreis Viersen: Innovationszentrum im Gewerbepark Venete?
zuletzt aktualisiert: 08.10.2008Kreis Viersen (RPO). Eine niederländische Investorengruppe plant im Gewerbepark Venete in Kaldenkirchen den Bau eines Innovationszentrums. Auf 30 000 m2 Fläche sollen Dienstleistungen sowie Forschungs- und Entwicklungsarbeit betrieben werden. Mit dieser Nachricht kehrte Bürgermeister Christian Wagner gestern von der Expo Real heim nach Nettetal.
Seit zehn Jahren propagieren die Nettetaler ihren Gewerbepark Venete als Teil eines grenzüberschreitenden Entwicklungsprojekts „im Herzen Europas“. Sie sind häufig dafür verspottet worden. „Wir lagen vor zehn Jahren in der Stadt richtig, als wir das Projekt aus der Taufe hoben. Und es war richtig, über all die Jahre beharrlich für Venete zu werben“, stellte Christian Wagner fest.
Vom Interesse der Investorengruppe wusste Wagner bereits durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises. In München wurden die Gespräche konkreter, Wagner und Nettetals Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel hatte Gelegenheit, sich aus erster Hand näher zu informieren. „Die Vermarktung durch die WFG trägt erste Früchte“, meinte der Bürgermeister zufrieden.
Damit bekommt Venete endlich eine klarere Kontur. Dort gibt es im Eingangsbereich bereits Baurecht für ein 150-Betten-Hotel. Der Durchbruch für ein Innovationszentrum könnte der Durchbruch für das gesamte Projekt werden. In München zeigte sich der Bürgermeister davon überzeugt, dass die Autobahn 61/74 in gut drei Jahren fertig ist. Sie ist der Schlüssel zur Erschließung des Geländes zwischen der früheren B 7 in Richtung Schwanenhaus, der Steyler Straße und der Grenze.
War Wagner auf diese Nachricht bereits vorbereitet, so gab es für ihn in München eine andere Neuigkeit. Er traf mit einem Immobilienverwalter zusammen, der im Auftrag des Hertie-Eigners Dawny Day die Immobilien vermarktet. Es wird keine Paketlösung für die 74 Häuser im Bundesgebiet geben. Vielmehr werden die Häuser einzeln verkauft, der Verwalter steht daher auch Kaufinteressen lokaler und regionaler Vermarkter offen gegenüber. Er habe auch Gerüchte dementiert, nach denen die Objekte zu extrem teuren Konditionen vermietet worden waren. Dies sei für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse kein Hindernis.
Innenstadt Lobberich
„Dank unserer Innenstadtentwicklung in Lobberich ist es nicht ausgeschlossen, einen Investor zu finden, der sich mit der Hertie-Immobilie in diesen Prozess einbringt“, so der Eindruck Wagners nach dem Gespräch. Gegenüber der RP zeigte er sich auch zuversichtlich, dass die Finanzkrise die Pläne für die südliche Innenstadt nicht gefährden wird. „In München hat sich mein Eindruck verfestigt, dass Projekte, die einmal in der Pipeline sind, vollendet werden.
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