Viersen: Internet-Gefahren für Kinder und Jugendliche
zuletzt aktualisiert: 10.02.2009Viersen (RPO). Es ging um Kinder und das Internet: Das Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung der Viersener Polizei hat rund 300 Eltern aller Schulen im "Westkreis" jetzt ins Forum des Kreishauses zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Unterstützt wurden die Beamten dabei von der Landesanstalt für Medien und dem Adolf Grimme Institut. Das Ziel: Eltern im Umgang mit dem Internet und damit zusammenhängend in Erziehungsfragen bezüglich des Internetverhaltens der Kinder zu unterstützen.
"Medienkompetenz", das ist das Schlagwort, warum die Kreispolizeibehörde Viersen 2005 das Thema Internet und die daraus erwachsenden Gefahren und Risiken für die kindlichen und jugendlichen User zum Thema einer interdisziplinären Arbeitsgruppe machte. Die AG, die aus Vertretern des Kommissariates Vorbeugung, des Kreisjugendamtes, des Kreisschulamtes, des deutschen Kinderschutzbundes sowie Vertretern aus Stadt und Kreis Viersen sowie Lehrern verschiedener Schulen besteht, entwickelte ein Konzept, das seit November 2006 allen Schulen im Kreisgebiet zur Verfügung steht. Es beinhaltet Informationsveranstaltungen für die Lehrer sowie das Angebot von Elternabenden mit Tipps für den familiären und schulischen Umgang mit dem Thema. Erwachsene, die um die Gefahren wissen und informiert sind, wie man sich (sicher) im Internet bewegt, können diese Kompetenzen an ihre Kinder weitergeben oder auch deren Internetverhalten anleiten und gemeinsame Regeln erarbeiten. "Neben den Gefahren des sexuellen Missbrauchs, der besonders bei dem bei Kiddies so beliebten ,Chatten' eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellt, können im Unterricht auch Themen wie das illegale Downloaden von Videos und Musik, Mobbing im Chat, das Einstellen von Gewalt-Handyvideos und Bildern behandelt werden", so Kriminalhauptkommissarin Antje Heymanns.
Ziel des Konzeptes ist, Lehren und Eltern Informationen zu den Strukturen des Internets sowie zu den darin lauernden Gefahren für die ihnen anvertrauten Kindern zu vermitteln, sich zu vernetzen und gemeinsam zum Schutz der Kinder zu handeln. Heymanns: "In den gut zwei Jahren Laufzeit ist es gelungen, etwa die Hälfte aller Schulen im Kreisgebiet mit dem Internetprojekt zu erreichen." Weitere Informationen beim Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung der Viersener Polizei unter Ruf 02162 3770 .
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