Viersen: Jörg Knörr "verpennt" Sitzung in Helenabrunn
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Viersen (RPO). Wenn das kein Grund zum Feiern war: 60 Jahre Karneval im "Lenebür", 50 Jahre Sandmännchen und zehn Jahre im evangelischen Gemeindehaus. Die atemberaubenden Westerwaldsterne bauten sich bei der bunten Sitzung der KG Helenabrunn imposant auf. Ihre Tänzerinnen ganz oben zogen den Kopf ein. Da meinte Sitzungspräsident Franz Groten: "Wir müssen bei der evangelischen Kirche einen Antrag stellen, damit die Bühnenhöhe geändert wird." Co-Sitzungspräsident Helmut Schatten fand: "Wir sind anders als die anderen." Und ließ statt einer Rakete applaudieren, jubeln und das Narrenvolk im Saale in Ekstase geraten.
Die 18-jährige Mendy Breitsprecher debütierte bei der KG Helenabrunn als Mariechen. Das große und kleine Viersener Prinzenpaar kamen mit Prinzengarde. "Hier ist meine zweite Heimat, wo ich Senator bin", verriet Uwe II. (Westermann). Vor der Pause kam Take Datt, Huusmester vom Bundestag, die Rahser Tanzgarde und der "dea Müllmann" alias Frank Bühler. Er nahm die Lokalpolitik aufs Korn: "Paul Mackes unterlag dem Jugendwahn der CDU: Hans-Willi Bouren", der erste "de Lenebüerscher"-Ordensträger der Helenabrunner.
Gleich zwei Lenebüerscher zeichneten sie aus, weil es im vergangenen Jahr keinen gab: Abbruchunternehmer Peter Zaum und Malermeister Karl-Heinz Kaum, bereits der dritte Bruder von fünf im Kreise der "Lenebüerscher". Präsident Wolfgang Brandts hielt die Laudatio: "Die Helenabrunner meinen, Karl-Heinz dient in vielen Vereinen." Zu Peter Zaum: "Er unterstützt das Brauchtum in der ganzen Stadt, Fußball, Schützen, LGV und viele Vereine, alle bekommen Unterstützung. Ihr wisst schon was ich meine."
Nach der Pause entstand ein großes Loch. "Der fernsehbekannte Jörg Knörr hat unseren Termin verpennt. Er liegt zu Hause auf der Couch", meinte verärgert Wolfgang Brandts – mit Pritsche und Glocke. Vorsitzender Manfred May schüttelte fassungslos den Kopf: "Das wäre die teuerste Nummer des Abends gewesen." Es kamen Schmitz Backes, die Beckendorper Knallköpp und die Stimmungssänger von den "Kolibries". Die Tanzband Confetti spielte. Einfach Klasse war das Bühnenbild von Gereon Gelisen: Auf den Wolken Viersenes Bürgermeister"Thönne", der bei seinen Wahlversprechen sein wahres Gesicht zeigt, Peter Zaum schüttet Sand in den Sandkasten "Stadtrat" und Uwe II. zapft Bier. Einen Brückenschlag gibt es zu Dülken: Erich Schmitz (Vaterstädtischer Verein) und Günter Kamp (Orpheum). Und ein Plumpssack kommt von weither: Helmut Schatten. Und ganz klein: Kaiser's macht sich auf Wanderschaft.
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