Kreis Viersen: Jugend für Kirche begeistern
VON ANDREAS REINERS - zuletzt aktualisiert: 13.08.2007Kreis Viersen (RPO). Die Kirchen wollen Kindern und Jugendlichen Halt und Orientierung geben. Dies geschieht durch vielfältige Angebote etwa in kirchlichen Jugendtreffs. Die Katholische Kirche intensiviert jetzt die Fortbildung für Lehrer.
„Es ist ein Experiment, wir wissen selbst nicht, wie die Aktion von den Jugendlichen angenommen wird“, sagt Ria van de Flierdt-Bonsels. Die Schwalmtalerin ist Beauftragte für Religionspädagogik in der katholischen Region Kempen-Viersen. Gemeinsam mit dem neuen Regionaljugendseelsorger Harald Hüller bereitet sie derzeit für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 ein ganz neues Angebot der religiösen Orientierung vor. Ende August beginnt in der Alten Kirche in Lobberich eine Ausstellung, die kirchliche und gesellschaftliche Positionen zu verschiedenen Themenschwerpunkten gegenüberstellt. „Die Schüler können im Gang durch ein Labyrinth frei die Themenfelder wählen, die sie interessieren“, beschreibt die frühere Leiterin der katholischen Regionalstelle das Konzept. Als Schwerpunkte wurden die Themenfelder „Armut und Reichtum“, „Homosexualität und Homosexualität“, „Liebe und Partnerschaft“, „Streit und Gewalt“ sowie „Sterbebegleitung und Sterbehilfe“ ausgewählt.
Lehrerfortbildung
Katechetische Institut gegründet 1967 von Bischof Dr. Johannes Pohlschneider. Es soll die religiöse Erziehung und Bildung in der Schule fördern.
Programmheft Fürs Schuljahr 2007/2008 gibt es wieder ein Heft, in dem die Fortbildungsveranstaltungen erläutert werden.
Kontakt Ria van de Flierdt-Bonsels, im Büro der Regionaldekane in Viersen, Ruf: 02162/37 00-0.
Die Schüler können sich an mobilen Wänden, die zu einem Labyrinth zusammengestellt werden, über die Themen informieren und eigene Gedanken dazu aufschreiben. Im Vorfeld wurden die weiterführenden Schulen angeschrieben. „Das Echo ist sehr positiv“, berichtet van de Flierdt-Bonsels im RP-Gespräch. Das Konzept ist auf die Jugendlichen zugeschnitten. Neben schriftlichen Erläuterungen gibt es Fotos, Kurzfilme, Aktionen oder Internetbeiträge.
Wie diese Mitmachausstellung bei den Jugendlichen ankommt, wissen die Organisatoren nicht. In einigen Klassen bereiteten die Religionslehrer die Schüler auf die Veranstaltung speziell vor, andere machten das nicht, hat Ria van de Flierdt-Bonsels bereits gehört.
Die Aktion ist Teil einer neuen Initiative des Bistums, Jugendliche an Kirche heranzuführen, sie als besonderen Lernort zu erfahren. Für Grundschüler gab es zuletzt eine Aktion mit dem Titel „Abrahamhaus“. Die war im Kreis Viersen sehr erfolgreich, etwa 1000 Schüler machten mit.
Wichtige Schnittstelle im Bemühen, Jugendliche für Kirche zu begeistern, ist neben der Arbeit in den kirchlichen Jugendfreizeiteinrichtungen der Religionsunterricht in den Schulen. „Hier brauchen wir für die Lehrer mehr Angebote, die in die heutige Zeit passen“, sagt van de Flierdt-Bonsels. Dem trägt auch das aktuelle Programm des Katechetischen Instituts des Bistums Aachen in der Region Kempen-Viersen Rechnung. KOMMENTAR
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