Viersen: Jugenddisco: Weber weist Kritik zurück
zuletzt aktualisiert: 26.11.2008Viersen (RPO). „Für die Durchführung der Jugenddiscos in der Festhalle existiert ein vorbildliches Sicherheitskonzept, das über Jahre in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Viersen, Jugend aktuell und der Polizei entwickelt wurde“, betont Thomas Weber, Vorsitzender des Vereins „Jugend aktuell“, der seit Jahren Discoveranstaltungen in Viersen organisiert.
Er weist die Kritik an Alkoholkonsum im Umfeld der Festhalle und eine mögliche Mitverantwortung der Veranstalter zurück. Das Konzept der Veranstaltung sehe auch intensive Kontrollen im Umfeld der Festhalle vor. Weber: „Bei der Veranstaltung am vergangenen Samstag wurde das nähere und weitere Umfeld der Festhalle durch zusätzliche Streifenpräsenz der Polizei kontrolliert. Insbesondere wurden die Kioske hinsichtlich der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen überwacht.“
Selbstverständlich seien Jugendliche überprüft und bei festgestellten Verstößen die Alkoholika eingezogen und entsorgt worden. Auch die Grünanlagen seien mit Blick auf mögliche „Depots” kontrolliert worden.
Alkoholkonsum sei kein spezielles Problem der Jugenddisco, sondern ein gesellschaftliches Problem. Nicht jedes abweichende Verhalten junger Menschen in der Öffentlichkeit könne Veranstaltern von Jugendevents angelastet werden. Weber: „Hier sind auch die Mitwirkung der jugendlichen Besucher und die Elternverantwortung gefragt.“
Der Vorsitzende von „Jugend aktuell“ weist ferner darauf hin, dass der Viersener Verein Initiator des so genannten Rauschbrillenparcours ist und nicht die Stadt Viersen. Sein Verein bedauere, dass sich das Jugendamt bisher nicht mit pädagogischen Angeboten in die Jugenddiscos eingebracht habe.
Weber ist davon überzeugt, dass sich die Kontrollen im Umfeld der Festhalle nicht noch weiter optimieren lassen. Gegen einen Alkoholkonsum bei unter 16-Jährigen sollte sicherlich repressiv vorgegangen werden. „Jugend aktuell“ hält es aber für ebenso wichtig, auch im präventiven Jugendschutz in Viersen ein stärkeres Augenmerk auf das Gesellschaftsproblem „Alkohol” zu legen.
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