Schwalmtal: Jugendliche für die Feuerwehr gewinnen
zuletzt aktualisiert: 29.07.2010Schwalmtal (RPO). Für die Schwalmtaler Jugendfeuerwehr kam der Geldsegen überraschend: 1355 Euro steckten Vereinsvertreter, Politiker, Gäste aus der Wirtschaft und andere beim Benefiz-Sommerfest der Bürgermeister vor anderthalb Wochen ins Schwein. Auf dem Parkplatz hinter dem Waldnieler Bürgerhaus hatte der Nachwuchs vor versammeltem Publikum eine Probe seines Könnens gegeben, dicke Rohre miteinander verbunden und mit breitem Wasserstrahl die Bäume getränkt. "Diese Vorführung hat wahrscheinlich auch die Gäste überzeugt, dass die Jugendfeuerwehr eine gute Einrichtung ist", ist sich Schwalmtals Bürgermeister Reinhold Schulz sicher, der gemeinsam mit seinen Vertretern Kurt van de Flierdt und Klaudia Foest das Sparschwein für die Jugendfeuerwehr aufstellte.
Fortbestand gesichert
18 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren gehören derzeit zur Schwalmtaler Jugendfeuerwehr, zwei Mädchen sind darunter. Der Nachwuchs sichere den Fortbestand der ehrenamtlichen Wehr, sagt Schwalmtals Wehrführer Achim Ahlers. "Mehr als ein Drittel unserer heute aktiven Mannschaft von rund 120 Feuerwehrleuten stammt aus den Reihen der Jugendfeuerwehr." Und auch, wenn immer mehr so genannte Seiteneinsteiger sich für den Dienst interessierten, sähe es ohne Jugendfeuerwehr mau aus. "Wer einmal die Kameradschaft im Löschzug kennengelernt hat, bleibt in der Regel auch dabei", sagt Ahlers. Daher gehörten neben der Vermittlung von technischem KnowHow auch Aktivitäten hinzu, die das Gemeinschaftsgefühl stärkten, sagt Jürgen Winkels, Leiter der Jugendfeuerwehr, "aber wenn wir zum Spiele-nachmittag mit Mikado einladen würden, käme keiner." Gemeinsame Übungen mit anderen Jugendfeuerwehren, Ausflüge und die Gruppenstunden in der ehemaligen Schule in Hehler, in der sich auch die Löschgruppe Hehler trifft, vermittelten dieses Gemeinschaftsgefühl. Gerade die Technik sei es, die die Jugendlichen interessiere. Das bestätigen Thomas Buffen (12) und Timo Smets (16). "Fahrzeug- und Gerätekunde zum Beispiel finde ich spannend", sagt Smets, "oder Erste Hilfe. Das sind alles Sachen, von denen man auch persönlichen Nutzen hat, die man im Ernstfall auch anwenden kann."
Da im Bereich der Technik die Anforderungen an die Wehrleute immer weiter wüchsen, beginne man schon früh mit der Vermittlung von Grundkenntnissen, erklärt Winkels. "So verfügen die jungen Leute schon über sechs Jahre Erfahrung, wenn sie mit 18 Jahren in den aktiven Dienst wechseln." Und Wehrführer Ahlers bestätigt: "Besser ausgebildetes Personal als aus den Reihen der Jugendfeuerwehr können wir gar nicht kriegen."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



