Viersen: Juristischer Streit am Grenzweg geht weiter
zuletzt aktualisiert: 17.07.2008Viersen (RPO). NEERSEN (jps) Vor dem Haus Grenzweg 7 steht eine Wand voller Zeitungsausschnitten, Briefen und Tabellen. Hier wohnt Familie Schmitz, die seit Jahren gegen den Niersverband prozessiert. Hans Schmitz sieht sich durch hohes Grundwasser in den Ruin getrieben. „Der Pegel ist seit 1995 um 30 bis 45 Zentimeter gestiegen, die Folgen sind eine Katastrophe“, sagt Schmitz. Er züchtet Zierpflanzen, doch das hohe Grundwasser sorge dafür, dass die Wurzeln verfaulen. Die juristische Auseinandersetzung ist äußerst kompliziert. Es geht um den Zusammenhang zwischen Pegel, Durchlaufmengen und Grundwasserständen der vergangenen Jahre – und den Einfluss des Niersverbands auf den Wasserstand. Nachdem Schmitz vor dem Bundesverfassungsgericht nicht weiterkam, versucht er nun per Beweissicherungsverfahren vom Niersverband eine Entschädigung zu bekommen. Er rechnet damit, dass es schon bald zu einer mündlichen Verhandlung kommt. Schmitz würde sich wünschen, dass die Niers alle zehn Tage gründlich gemäht wird.
Beim Niersverband sieht man zwar auch einen Zusammenhang zwischen Nierspegel und Grundwasser. Deutlich stärker als die Verkrautung wirke sich aber der im Umland fallende Regen auf den Grundwasserstand aus – und da helfe auch kein Mähboot.
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