Kreis Viersen: KiBiz: Eltern wünschen hohe Qualität
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 27.02.2008Kreis Viersen (RPO). Deutlich mehr Eltern als das Kreisjugendamt erwartet hatte, haben für das Kindergartenjahr 2008/09 das „Vollprogramm“ mit 45 Stunden gebucht. Das neue Kindergartengesetz (KiBiz) erforderte ein verändertes Anmeldeverfahren. Ergebnisse stellte Amtsleiter Günther Alsdorf jetzt im Jugendhilfeausschuss des Kreistags vor.
„Die Jugendhilfeplanung stimmt mit den gestellten Anträgen überein“, verkündete Alsdorf. Das wird die Eltern beruhigen. Sie haben im Bereich des Kreisjugendamtes (Nettetal, Tönisvorst, Schwalmtal, Brüggen, Niederkrüchten und Grefrath) 4097 Kindergartenplätze beantragt. Im vergangenen Kindergartenjahr gab es 4400 Plätze. In den vergangenen Wochen haben die Eltern, deren Kinder eine Kindertagesstätte besuchen oder die zum neuen Kindergartenjahr einen Platz für ihr Kind suchen, ihr Kind verbindlich in einer Einrichtung angemeldet. Das klassische Modell mit 35 Stunden ohne Betreuung über Mittag stand hoch im Kurs. „Mehr als 80 Prozent der Eltern entschieden sich dafür“, so Alsdorf.
Dafür gab es nur sehr geringes Interesse für die reine Vormittagsbetreuung (25 Stunden). Etwas überrascht hat das Kreisjugendamt das vergleichsweise große Interesse von Eltern mit Kindern ab drei Jahren am 45-Stundenangebot: Ganztagsbetreuung mit Mittagessen. „Die Eltern wünschen für ihr Kind eine immer bessere Qualität“, sagte Alsdorf, nach den Gründen gefragt. Die böten die Einrichtungen im Bereich des Kreisjugendamtes beispielsweise auch mit Zusatzangeboten wie musikalische Förderung der Kleinen.
Eine „erstaunlich hohe Nachfrage“ registrierte der Kreis außerdem in Familien für Kinder unter drei Jahren. Besonders in Grefrath gebe es einen hohen Bedarf, zum Teil auch ausgelöst durch berufstätige Eltern (gerade auch aus Viersen), die in der Niersgemeinde ihre Kinder angemeldet hätten. Die Träger haben 45 Plätze für Ein- bis Zweijährige und 264 für Zwei- bis Dreijährige beantragt. Das Jugendamt „justiert“ die vorliegenden Zahlen und Daten nun nach. „Es wird vereinzelt kleinere Korrekturen geben“, kündigte Alsdorf an.
In den kommenden Wochen wird die Zusammensetzung der Gruppen in den Einrichtungen festgelegt. „Wunsch und Wahl“ werden möglichst in Einklang gebracht. Es gibt, das richtet sich nach den jeweiligen Anmeldezahlen, wahrscheinlich auch „halbe Gruppen“, um Elternwünschen entsprechen zu können. In den kommenden Wochen sollen auch noch ausstehende Informationen über Qualifikation und Umfang des Personals in den Tagesstätten gesammelt werden.
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