Viersen: Kirchenkreis-Vorstand plant häufigere Besuche
VON INGRID FLOCKEN - zuletzt aktualisiert: 09.11.2009Viersen (RPO). Wir haben viel vor und müssen viel bewältigen!" Mit diesem Schlusswort entließ Superintendent Burkhard Kamphausen am Samstagnachmittag die rund 120 Synodalen, die aus 26 Gemeinden und Einrichtungen im evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen zur zweitägigen Herbstsynode nach Viersen gekommen waren. Nach einer Andacht mit Pfarrerin Ulrike Stürmlinger und dem Grußwort des katholischen Regionaldekans für Krefeld, Johannes Sczyrba, berichtete Kamphausen mehr als eine Stunde über das vergangene Jahr im Kirchenkreis.
Diakonie-Projekte vorgestellt
Danach berichtete Ernst-Hermann Eckes über den Stand beim Diakonischen Werk Krefeld & Viersen. Er stellte das neue Logo "Diakonie Evangelische Altenhilfe" vor, das künftig die Kooperation der beiden Einrichtungen nach außen tragen soll. Eckes ging auf verschiedene Diakonie-Projekte ein wie die sexualpädagogischen Veranstaltungen für Jungen an den Förderschulen im Kreis Viersen. Außerdem berichtete er von dem kürzlich verliehenen Qualitätssiegel "GemeinwohlArbeit" für Zusatzjobs.
"Es war eine interessante und anstrengende Synode mit einem breiten Themenspektrum", resümierte Kamphausen. Vor allem die Finanzangelegenheiten wurden diskutiert: der Haushalt, die Jahresrechnungen und die Vorschau auf die geplante Umstellung der kameralistischen auf kaufmännische Buchführung beim Kirchenkreis, die Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursachen wird.
Ein weiteres großes Thema waren die Visitationen: Regelmäßig besucht der Superintendent mit Mitgliedern des Vorstandes die Gemeinden im Kirchenkreis mit dem Erfolg, dass sie etwa alle 16 Jahre wiederkommen. Eine Zeitspanne, die Kamphausen wie sein Assessor Michael Windhövel und viele Synodalen nicht mehr akzeptieren wollen. Künftig sollen die Visiten deutlich kürzer ausfallen und so auch die Zeitspanne zwischen den Visiten nur noch vier Jahre betragen.
Zum Abschluss standen Anträge zur Beschlussfassung an. Eine Erhöhung der Umlage der Gemeinden an den Kirchenkreis wurde abgelehnt. Zugestimmt haben die Synodalen dem Modellprojekt "Jugendkirche". Dafür wird jetzt eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Auch die Kirchenkreiskonzeption für Büderich und Lank wurde befürwortet sowie der Aufruf zum Projekt "1000 Gemeinden trinken fair", der zur Teilnahme am fairen Kaffeehandel verpflichtet und Beifall erhielt.
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