Kreis Viersen: Kreis hat die klügsten Köpfe
VON GABI LAUE - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010 - 18:00Kreis Viersen (RPO). Hiesige Jung-Forscher sind spitze: Mit zwei ersten, zwei zweiten Preisen, einem dritten Platz, Sonderpreis und Auszeichnung für die fleißigste Schule war der Kreis Viersen die erfolgreichste NRW-Region bei Jugend forscht.
Schüler aus dem Kreisgebiet haben bei Jugend forscht wieder tüchtig Urkunden abgeräumt, als jetzt der Landeswettbewerb in der Juniorenklasse (bis 15 Jahre) in Bochum ausgetragen wurde.
Dabei glänzten wie gewohnt die Schulen, die sich in jahrelanger Tradition auf Einladung der Unternehmerschaft Niederrhein an dem naturwissenschaftlich ausgerichteten Vergleich beteiligen: das Lise-Meitner-Gymnasium Willich-Anrath, das Luise-von-Duesberg-Gymnasium Kempen, das Wolfhelm-Gymnasium Schwalmtal und die Janusz-Korczak-Realschule Waldniel.
Dass das 1000 Jahre alte Anrath auf der Höhe der Zeit ist, beweisen immer wieder die Schülerinnen und Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums. Angeregt und betreut von Lehrer Claus Thomé, präsentierten die jungen Tüftler in Bochum drei Forschungsarbeiten, was ihre Schule zur erfolgreichsten des Landes macht. Einen ersten Preis ernteten Leonie Hümmeler und Julia Cleef.
Sonderpreis
Wind-Auto Das windgetriebene Auto, das Jörn Schatten von der Schwalmtaler Janusz-Korczak-Realschule gebastelt hatte, war eine der bewunderten Attraktionen des Bochumer Wettbewerbs. Ein Sonderpreis belohnte Idee und Bastelarbeit.
Einladung Regionalwettbewerbsleiter Peter Popovic lud die Jungforscher gleich für den Wettbewerb 2011 nach Krefeld ein.
Sie stellten sich vor, wie ihre Altersgenossen in der Partnerstadt Zogoré in Burkina Faso meist im Schein von Petroleumlampen ihre Schularbeiten machen müssen. Das Petroleum könne man sparen – in Gesamt-Afrika mehr als 1,5 Milliarden Liter –, wenn man aus einfachstem Material ein Gerät baut, das ein wenig Wind einfängt und in Strom umwandelt, der Leuchtdioden speist. Diese pfiffige Idee war der Jury zusätzlich einen Sonderpreis wert.
Die Öko-Bilanz von Holz ist positiv, setzt man es als Brennstoff ein. Das bewiesen Falk Sternagel und Yann Kaiser in einer umfangreichen Arbeit, bei der sie Brennwerte und Abluft verschiedener Holzarten verglichen. Dafür gab's einen zweiten Preis. Ebenfalls einen zweiten Preis ernteten die Wetterfrösche Florian Jacobs, Henrik Neef und Jakob Schütte für das Resultat ihrer langfristigen Wetterbeobachtung, aus der sie erstaunlich zuverlässige Vorhersagen folgerten.
1. Preis mit Haut auf der Milch
Wieso bildet sich diese etwas eklige Haut auf der Milch? Welche Funktion hat sie? Was kann man daraus machen? Diese und viele andere Fragen beantwortete Elisabeth Rohbeck vom Waldnieler St.-Wolfhelm-Gymnasium in umfangreichen Versuchsreihen und Analysen. Das interessante Phänomen faszinierte auch die Jury, die einen ersten Preis vergab.
Mit der Auszeichnung "fleißigste Forscherschule des Landes" kann sich jetzt das Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasium schmücken. Die Talentschmiede hatte zum Regionalwettbewerb 19 Forscherteams entsandt, was Schulministerin Barbara Sommer jetzt mit einem Sonderpreis belohnte.
Fabian Duffhauß, der die neunte Klasse besucht und zum fünften Mal als Jungforscher am Wettbewerb teilnahm, nahm als Botschafter seiner Schule in Bochum den Preis entgegen. Zugleich erntete er für seine Untersuchung verschiedener Leuchtmittel einen dritten Preis.
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