Viersen: Kritik an Haus-Verkauf
zuletzt aktualisiert: 18.12.2006Viersen (RPO). Der Verein „Jugend aktuell“ hat den Verkauf des Alten Waisenhauses in Dülken an die Viersener Investoren Janissen-Brass/Dannreuther kritisiert. „Der Verkauf des Alten Waisenhauses ist – trotz aller Verdienste der Käufer um die Wohnkultur in Viersen – kein Feiertag für gemeinnützige Vereine, so „Jugend-aktuell“-Vorsitzender Thomas Weber. Betroffen von der Schließung des Hauses seien nicht nur Dülkener Traditionsvereine, sondern auch gesamtstädtisch orientierte Jugendhilfeträger. Der Verein „Jugend aktuell“ nutzte das städtische Gebäude am Eligiusplatz beispielsweise für Spielveranstaltungen, die teilweise von mehr als 100 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besucht wurden.
Das Dülkener Bürgerhaus scheidet für „Jugend aktuell“ als Alternativstandort aus, weil dort Mietkosten zu entrichten seien. Der Saal im Alten Waisenhaus wurde dem Jugendverein ohne Gebühr zur Verfügung gestellt.
Als mit dem Alten Waisenhaus vergleichbares öffentliches Gebäude bleibe, so Thomas Weber, in der Gesamtstadt nur das Süchtelner Weberhaus an der Hochstraße übrig. „Hier hat sich jedoch eine Reservierungskultur verselbstständigt, die soziale Arbeit gemeinnütziger Jugendhilfeträger erschwert oder sogar unmöglich macht“, so Weber. Er kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Kreisvolkshochschule (VHS) das Weberhaus/Tendyckhaus mit eigenen Kursangeboten bis weit ins Jahr 2007 hinein blockiere, obwohl die VHS ein eigenes Gebäude am Willy-Brandt-Ring besitze. „Jugend aktuell“ will nun den Viersener Kulturausschuss drängen, eine Prioritätenliste für die Belegung des Weberhauses zu erstellen.
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