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Brüggen: Kunden lieben es wieder natürlich

VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 18.08.2010

Brüggen (RPO). Seit 40 Jahren arbeitet Heinz-Willi Penders in der Holzfirma Schrörs in Brüggen. Er hat den Wandel und die Spezialisierung des Unternehmens hin zu Naturholzfenstern und Haustüren miterlebt. Der sorgsame Umgang mit Energie beschert dem Betrieb gefüllte Auftragsbücher.

Heute werden viele Schritte beim Fenster- und Türenbau maschinell ausgeführt. Bernd Schrörs (links) und Heinz-Willi Penders prüfen gemeinsam ein Werkstück.  Foto: RPO
Heute werden viele Schritte beim Fenster- und Türenbau maschinell ausgeführt. Bernd Schrörs (links) und Heinz-Willi Penders prüfen gemeinsam ein Werkstück. Foto: RPO

Seit 43 Jahren steht Heinz-Willi Penders im Beruf. 40 Jahre davon ist er bereits bei der Firma Schrörs in Brüggen an der Genholter Straße 94 beschäftigt. Das Unternehmen preist "Ideen mit Holz" an und hat sich spezialisiert auf Naturholzfenster und Haustüren. "Ich selbst bin gelernter Bau- und Möbelschreiner", erzählt der 58-jährige Heinz-Willi Penders.

Die Lehre begann er bei Ernst Beiten an der Frankenmühle in Amern an. Zwei Monate vor der Gesellenprüfung machte der Meister seine Firma zu. "Er ging zu Schrörs und nahm mich als Lehrling mit", erinnert sich Heinz-Willi Penders. So beendete er dann dort seine Lehrzeit. "Der Meister ging fort und arbeitete an anderer Stelle. Ich blieb nach der Lehre bis zum heutigen Tag im Unternehmen", erzählt der Dilkrather.

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Renaissance

Holz war eine ganze Weile bei vielen Architekten und Bauherren als unzeitgemäß, veraltet und wenig zweckmäßig verpönt.

Umdenken Holz findet zunehmend mehr Freunde, auch im Fensterbau. Denn Holz hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit und damit fördert gute Isolierung. Außerdem bevorzugen viele Bauherren natürliche Baustoffe.

Vieles maschinell

"Wir haben einen Tischler, der macht maschinenmäßig Fenster, ein anderer fertigt Türen", erklärt der 45-jährige Firmeninhaber Bernd Schrörs. Der Tischlermeister übernahm vor zehn Jahren die Firma seines Vaters. Er hat heute sechs Mitarbeiter, darunter einen im Büro. Heinz-Willi Penders hat seinen Arbeitsplatz in der Fensterproduktion. Er begleitet die Fenster von der Arbeitszeichnung bis zum Endprodukt, das dann in den Lackierraum kommt, ehe es dort eingebaut wird, wo es bestellt wurde.

Neben der Arbeit bei Schrörs betrieb Heinz-Willi Penders eine Zeit lang eine Kneipe. "Ich bin ihm damals nachgelaufen und gab ihm wieder die richtige Richtung fürs Leben", erzählt der 83-jährige Johannes Schrörs. Er baute den Betrieb vor 59 Jahren auf und machte ihn zu dem, was er heute ist.

War es anfangs die Massenproduktion von Fenstern und Fenstern, ist heute mehr Qualität gefragt. "Heute wird Holz mehr denn je verbaut. Wir erleben da eine Renaissance. Es kommt eine Rückbesinnung zu alten, natürlichen Materialien", bestätigt Bernd Schrörs. Die größte Nachfrage gilt Meranti, auch höherwertiges Holz wie Mahagoni ist sehr begehrt. Das gilt auch für Eiche. "Wir produzieren Fenster von Nostalgie über Niedrigenergie bis hin zur Sicherheit – ebenfalls Holztüren mit allen technischen Raffinessen", beschreibt Bernd Schrörs. Fenster und Türen der Werkstatt finden sich im Inselschlösschen am Hariksee, im Wärterhaus am Nordkanal in Viersen oder in Nettetals Stadtbücherei in Breyell.

Das Konjunkturpaket II hat dem Unternehmen nach Schrörs' Angaben durchaus zusätzliche Aufträge beschert. "Wir bekamen Aufträge von Kindergärten, die renoviert, umgebaut oder neu gebaut wurden", berichtet Bernd Schrörs: "Wir bestücken aber auch alte Häuser mit neuen Fenstern und bringen Gebäude energetisch auf den bestmöglichen Stand." Die Firma Schrörs profitiert daher beispielsweise auch von Zuschussprogrammen für Schallschutz oder die Isolierung von Altbauen, die die KfW-Bank fördert.

Quelle: RP

 
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