Viersen: Lindgren-Schule bleibt zweizügig
VON ANDREAS REINERS - zuletzt aktualisiert: 31.01.2009Viersen (RPO). Die Astrid-Lindgren-Grundschule in Viersen bleibt bis auf Weiteres zweizügig. Der Schulausschuss folgte am Donnerstagabend einer entsprechenden Empfehlung der Schulverwaltung. Im Herbst vorigen Jahres hatten die Vorsitzenden der Schulpflegschaft in einem Bürgerantrag gefordert, die Grundschule auf drei Züge zu erweitern. Der Grund: Rund 70 Anmeldungen von Erstklässlern liegen der Schule für das kommende Schuljahr vor. Das sind mehr Schüler, als die Grundschule mit zwei Standorten – Krefelder Straße und Regentenstraße – aufnehmen kann. Die Elternvertreter argumentierten unter anderem, dass es den Erstklässlern nicht zuzumuten sei, an einer anderen Grundschule, die möglicherweise weiter vom Elternhaus entfernt ist, unterrichtet zu werden. Die Schulpolitiker zeigten durchaus Verständnis für den Wunsch der Eltern. Aber der zuständige Schulrat Thomas Bongartz erläuterte im Ausschuss die Rechtslage. Die Schulaufsicht könne einer Änderung der Zügigkeit im laufenden Anmeldeverfahren nicht zustimmen. In Viersen könnten an anderen Grundschulen noch 116 Kinder untergebracht werden. Ein Ausbau der Astrid-Lindgren-Schule hätte Reduzierungen an anderen Grundschulen zur Folge. Der Stellenplan für die Lehrkräfte müsste zudem geändert werden, was so ohne Weiteres nicht möglich ist.
Die Schulpolitiker sprachen sich dafür aus, möglichst schnell einen neuen Schulentwicklungsplan für die Stadt Viersen zu erarbeiten. 25 000 Euro werden dafür im städtischen Haushalt 2009 bereit gestellt. Im Sommer soll die Konzeption vorliegen. Auf deren Grundlage kann neu über die Schullandschaft entschieden werden.
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