Kreis Viersen: Maaßen: NRW braucht Eisernen Rhein
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.10.2011Kreis Viersen (RP). Die Landtagsabgeordnete Martina Maaßen (Grüne) hat in einer Stellungnahme jetzt ihre Haltung zum Neubau des Eisernen Rheins entlang der A 52 verteidigt. Sie rief gleichzeitig dazu auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren.
Sie widersprach der Darstellung der grünen Kreisspitze, sie habe nicht ausreichend und zeitnah über die jüngste Entwicklung informiert. "Von fehlender Erreichbarkeit kann keine Rede sein", so Maaßen.
Weitere Bahnverbindungen
Nach ihrer Darstellung ist das Land NRW dringend auf weitere Bahnverbindungen in Richtung Westen angewiesen. Der Zuwachs im Güterverkehr von den Nordsee-Häfen ins Hinterland werden enorm zunehmen. Deshalb müsse sich die rot-grüne Landesregierung mit Unterstützung ihrer Fraktionen trotz bislang ungelöster Finanzierungsfragen auf die Umsetzung des Projektes "Eiserner Rhein" vorbereiten und dabei gründlich mit Trassenvarianten sowie Details befassen.
"Wir wollen nicht, dass die zu erwartenden Güterverkehrslasten einseitig mit Lkw über die Straßen transportiert werden und hier noch mehr Staus und Stillstand produziert wird", erklärt die Abgeordnete. "Das Thema Eiserner Rhein ist ein hochkomplexes, gespickt mit vielen unterschiedlichen Interessenslagen über die Landesgrenze. Hier ist an erster Stelle ruhige Sachlichkeit gefragt, persönliche Angriffe und Interpretationen sind hier fehl am Platz", erklärt die Landtagsabgeordnete zu Vorwürfen über ihr Abstimmungsverhalten im Landtag.
Den Eilantrag von SPD/Grünen und FDP verteidigt sie damit, dass er notwendig geworden sei, weil die Bundesregierung sich auf die historische Trasse festlegen wolle und damit das sichere Aus des Projekts Eiserner Rhein vorantreiben wolle. Der Beschluss sehe auch keine ausschließliche Festlegung auf die A 52-Trasse vor. Sie solle in Verhandlungen mit den Niederlanden und Belgien einbezogen werden.
"Parallel dazu ist im Streckenverlauf für diese Variante auf deutscher Seite zusammen mit Bund und Bahn nach Optimierungen zu suchen", erklärt Martina Maaßen. Damit sei er durchaus mit dem Beschluss des Kreistages vereinbar. Zur Klärung der Angelegenheit habe sie dem grünen Kreisverband in der vergangenen Woche ein Gesprächsangebot mit dem verkehrspolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Arndt Klocke, unterbreitet.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



