Brüggen: Netzwerk für die Jugend soll intensiviert werden
zuletzt aktualisiert: 11.09.2010Brüggen (RPO). Dem Gerücht, dass die Netzwerkarbeit des Kreises Viersen vor Ort in seiner jetzigen Form nicht mehr erwünscht sei, wirkte Jugendamtsleiter Thomas Weber jetzt in einer Sitzung des Jugendpflege- und Sportausschusses der Gemeinde Brüggen entgegen. Sogar von Auflösung dieses Gremiums war schon die Rede. Ein Antrag der FDP hatte bewirkt, dass sich mit diesem Thema auch der Rat und jetzt der Ausschuss auseinandersetzte. "Genau das Gegenteil ist der Fall: Wir wollen das Netzwerk vor Ort stärken", unterstrich Weber.
Das Netzwerk, auf Gemeindeebene ein Zusammenschluss von Vertretern aus Verbänden, Einrichtungen und Institutionen der Zivil- und Kirchengemeinde für die Jugendarbeit, soll künftig größere Effizienz und Transparenz erreichen. Außerdem sollen Informationen ausgetauscht und Projekte entwickelt werden. So sei beispielsweise die Sozialraumanalyse über das Netzwerk getragen und in der Brüggener Jugendarbeit erfolgreich umgesetzt worden.
Die Federführung würde nicht mehr das Jugendamt übernehmen, stattdessen würde diese beim jeweiligen Fachbereich der Städte und Gemeinden liegen, so Weber. Manchmal sei es auch gut, das Kreisjugendamt nicht einzubinden, Brüggen solle die für die Gemeinde spezifischen Themen selbst in die Hand nehmen, fügte er hinzu. Gleichzeitig bot er im Ausschuss Hilfe bei der Umsetzung an: "Wir stehen mit allen Leuten Gewehr bei Fuß."
Geplant sei zudem ein neues, zweimal jährlich tagendes "Steuerungsnetzwerk" mit Gemeindevertretern aus dem Kreis, einem Repräsentanten der Polizei, der Suchtberatung und des Kreisjugendamtes. "Dort können Themen angepackt werden, die gemeinde- und städteübergreifend interessant sind", betonte Weber.
Zeitnah reagieren
Wie der Jugendpflege- und Sportausschuss der Gemeinde künftig in das Netzwerk mit einbezogen werde, "das müssen Sie in Brüggen ausmachen". Möglichkeiten: Der Fachbereichsleiter als Leiter des Netzwerkes berichtet im Ausschuss – oder der Jugendpflege- und Sportausschussvorsitzende wird Mitglied des Netzwerks. Zudem wurde angeregt, der Politik die Protokolle der Sitzungen des Netzwerks zukommen zu lassen, so dass die Gemeindeausschüsse bei aktuellen Jugendthemen zeitnah reagieren könnten.
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