Viersen: Neues Wohnen im Zentrum
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 12.07.2008Viersen (RPO). Auf dem alten Suthor-Gelände in der Lobbericher Innenstadt wächst ein Wohn- und Geschäftskomplex in die Höhe. Bauherren sind Maria, Ralf und Horst Stobbe, den Entwurf lieferte der Lobbericher Architekt Klaus Ketels.
Lobberich Der Bau des neuen Wohn- und Geschäftshauses zwischen Brockerhof und Hochstraße in Lobberich macht große Fortschritte. Bis zum 1. Juli kommenden Jahres soll der Komplex, auf dem einst das Unternehmen Suthor seinen Sitz hatte, nach den Entwürfen des Lobbericher Architekten Klaus Ketels fertig gestellt sein.
Ralf Stobbe kann sehr zufrieden sein. Der Sprecher der Bauherrengemeinschaft mit Maria und Horst Stobbe ist täglich auf der Baustelle und hört durchweg positive Reaktionen der Bürger. Über reges Interesse an den Mietwohnungen kann sich der Bauherr nicht beklagen. Schließlich kann er 15 barrierefreie Wohnungen im Stadtzentrum anbieten.
Suthor Lobberich
Produkte Dass Unternehmen fertigt Werbeartikel, beispielsweise Fähnchen, Windmühlen, Karnevalsartikel. Bei großen Sportereignissen wie die Fußball-WM 2006 ist Suthor stets vertreten.
Mitarbeiter Die Firma beschäftigt mehr als 30 Mitarbeiter, dazu kommen etwa 100 Heimarbeit-Familien. In den Justizvollzugsanstalten Geldern und Anrath arbeiten bis zu 70 Leute.
Zur Fußgängerzone mit der Adresse Hochstraße 47 bis 51 hin entstehen außerdem 620 m2 Laden- und Verkaufsflächen. Eine Aufteilung auf 240 bis 380 m2 ist derzeit noch möglich. Zur Hochstraße gibt es zusätzlich sechs Wohnungen mit Aufzug, die zwischen 63 bis 83 m2 groß sind. Vom Stöppken her wird die Zufahrt in die Tiefgarage mit 22 Stellplätzen gebaut. An der Längsseite des U-förmigen Komplexes wächst eine Büroetage mit Räumen von 90 bis 110 m2, dazu kommen drei Wohnungen für Familien mit jeweils 138 m2 Fläche sowie fünf barrierefreie Wohnungen zwischen 66 und 73 m2 und eine Maisonettwohnung mit 107 m2 Fläche.
Durchgang bleibt offen
Die Belastungen in der Hochstraße/Fußgängerzone halten sich in Grenzen, weil der Bau vom Brockerhof/Stöppken, also von der rückwärtigen Seite her, erschlossen wird. Die Gasse von der Hochstraße zum Restaurant „Kamin“ bleibt beispielsweise während der gesamten Bauzeit offen.
Nicht nur die Nachfrage nach barrierefreiem Wohnen in zentraler Lage sei sehr rege, berichtet Ralf Stobbe. Es gebe auch bereits Interessenten für die Büro-und Praxisräume und die Ladenflächen. Die bauherren beschäftigen weitgehend heimische Handwerker.
Das Gelände in der Innenstadt erwarben vor 65 Jahren Edmund und Maria Suthor, dessen Enkel Ralf Stobbe ist. Die Suthors gründeten ihren Papierverarbeitungsbetrieb 1928 in Düsseldorf. Er wurde 1942 bei einem Bombenangriff mit dem Wohnhaus zerstört. Ein Jahr später erwarb Suthor das Areal an der Hochstraße 47 in Lobberich. Nach dem Tod von Heinrich Edmund Suthor 1956 – er wurde nur 49 Jahre alt – führte Maria Suthor das Unternehmen weiter. In der Familie wuchsen sechs Töchter und der 1948 geborene Sohn Edmund auf. 1982 übernahmen Maria Stobbe (geb. Suthor) und ihr Bruder Edmund die Geschäftsführung.
Sie stellten die Weichen für Expansion und Umzug: 1987 verließ das Unternehmen die Innenstadt und zog in das neu errichtete Firmengebäude im Gewerbegebiet Heidenfeld um. Der Komplex an der Van-der-Upwich-Straße wurde 1991 erneut vergrößert.
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