Kreis Viersen: Noroviren: Keine Auffälligkeiten im Kreis
VON ANDREAS REINERS - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Kreis Viersen (RP). Die Anzahl der Erkrankungen mit dem so genannten Norovirus ist derzeit "eher auffällig gering", hieß es jetzt aus dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen.
Das konnte auch die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Martina Kruß, auf RP-Anfrage bestätigen. Dennoch herrscht in einigen Kindertagesstätten im Kreisgebiet Verunsicherung, ob sie der Auslöser einer Magen-Darm-Grippe nun vermehrt in den Gemeinschaftseinrichtungen ausbreitet.
Das ist aktuell nicht der Fall. Die Zahl der Erkrankungen in Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheim sei im Vergleich zu Wintermonaten in anderen Jahren sogar sehr klein, so Amtsärztin Kruß gestern. Gleichwohl gäbe es vereinzelt Erkrankungen im privaten Bereich. Ein Grund zur Panik bestehe nicht: Die Ansteckungsgefahr sei momentan relativ gering.
Für das Kreisgesundheitsamt besteht deshalb zurzeit auch kein Anlass zur Besorgnis. Die Patienten seien nach Todesfällen in den Vergangenheit ohnehin mittlerweile für den Norovirus als Erreger infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen sensibilisiert, meint Martina Kruß. Wer einen Magen-Darm-Infekt hat, geht heute schneller zu einem Arzt als noch vor Jahren. Ein Anstieg der Erkrankungen ist gerade in diesen besonders kalten Tagen normal, tritt die Infektion doch verstärkt in den Wintermonaten auf. Für Gesunde ist sie zwar unangenehm, in der Regel aber nicht lebensbedrohlich. Kinder und ältere Menschen infizieren sich leichter mit dem Virus. Deshalb sollten sie bei der Hygiene besonders achtsam sein. Das Kreisgesundheitsamt unterstützt Kindertagesstätten mit so genannten Musterhygieneplänen, berichtete Martina Kruß.
Wer sich vor einer Ansteckung mit dem Norovirus schützen will, sollte verstärkt auf Hygiene achten und sich regelmäßig die Hände waschen. Denn die Erreger lauern nicht nur auf öffentlichen Toiletten, sondern auch an Türklinken oder den Griffen von Einkaufswagen.
Im Falle einer Infektion mit dem Norovirus gelten die bei Magen-Darm-Erkrankungen üblichen medizinischen Empfehlungen. Marina Kruß: "Betroffene sollten sich zu Hause im Bett auskurieren und vor allem genügend Flüssigkeit zu sich nehmen." Allzu enger Kontakt zu anderen Familienmitgliedern sollte vermieden werden.
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