Viersen: Orthopädie ist umgebaut
VON ANDREAS REINERS - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Viersen (RP). Das Hauptgebäude der LVR-Klinik für Orthopädie in Süchteln ist in den vergangenen 16 Monaten umgestaltet worden. Der Eingangsbereich wurde erweitert, eine zentrale Patientenaufnahme mit Ambulanz neu gebaut.
Die Gebäudesubstanz stammt teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert, ist in der Vergangenheit mehrfach umgestaltet und modernisiert worden. In den vergangenen Monaten hat das Hauptgebäude der LVR-Klinik für Orthopädie an der Horionstraße in Süchteln ein zeitgemäßes Ambiente erhalten.
Der Eingangsbereich präsentiert sich durch einen gläsernen Glasvorbau nun hell und freundlich. Eine großzügige zentrale Patientenaufnahme ist dort jetzt zu finden. Und die Klinikambulanz wurde modernen Erfordernissen angepaast. Rund 3,6 Millionen Euro hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Träger der Fachklinik in den Umbau investiert. Gestern wurde er mit einem Festakt feierlich eröffnet.
Die Klinik
Patienten Mehr als 10 000 Patienten werden in der LVR-Klinik für Orthopädie in Süchteln pro Jahr ambulant und stationär behandelt. Die Klinik hat 160 Planbetten und rund 150 Beschäftigte.
Restarbeiten Der Landschaftsverband investiert weiter in das Haus. Restarbeiten – vor allem zum besseren Brandschutz – werden noch beendet. Der LVR investiert in die brandschutztechnische Sanierung weitere 5,7 Millionen Euro.
Büro in ehemaliger Loggia
Die Orthopädie ist ein Exot und Aushängeschild gleichermaßen im LVR-Klinikverbund. Das Fachkrankenhaus entstand vor 90 Jahren aus dem damaligen Krüppelheim für Kinder und Jugendliche. Vieles in dem Gebäudekomplex erinnert an die Anfangszeiten. Auch bei dem neuerlichen Umbau wurde alte Substanz teilweise erhalten und in die neuen Strukturen integriert. So wurde in einer alten Loggia ein modernes Büro eingerichtet. Dabei wurden beispielsweise alte, mit Schnitzwerk verzierte Holzsäulen, die früher einen Balkon stützten restauriert. Komplett neu ist ebenfalls die zentrale Cafeteria der Klinik. Ebenfalls neu: Die Zentralapotheke der Süchtelner LVR-Kliniken wurde ins Orthopädie-Hauptgebäude verlegt.
Dass die Arbeit für die Mitarbeiter in der neuen Ambulanz und Aufnahme deutliche Verbesserungen bringen wird, davon sind Klinikträger und -leitung überzeugt. Die Abläufe werden künftig durch die räumliche Nähe von Aufnahme, Verwaltung und Ambulanz vereinfacht. Das kommt neben dem Personal vor allem den Patienten zugute. Denn gerade die Klinikaufnahme ist für die meisten Patienten schon sehr belastend. Je einfacher und klarer da die Strukturen sind, desto übersichtlicher und beruhigender ist dies für den Patienten.
Joachim Heister, Abteilungsleiter beim LVR in Köln, würdigte gestern bei der feierlichen Eröffnung der neuen Ambulanz die Leistungen der Orthopädie. Er verwies auf mehrere Patientenbefragungen – auch von Krankenkassen –, die der Fachklinik Bestnoten bescheinigten. Medizinisch und pflegerisch genießt die Orthopädie-Klinik überregional einen hervorragenden Ruf. "Jetzt ist sie auch räumlich auf der Höhe der Zeit", sagte Heister. Hervorragende Arbeit bescheinigte dem Haus auch Monika Berten als Vorsitzende des zuständigen Krankenhausausschusses des LVR.
Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen würdigte die enorme Bautätigkeit des Landschaftsverbandes auf dem Süchtelner Klinikgelände – hier entsteht derzeit unter anderem auch eine neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. "Der Gesundheitsstandort Viersen gewinnt dadurch an Wertigkeit", meinte der Bürgermeister. Er dankte in diesem Zusammenhang auch dem Viersener CDU-Politiker Fritz Meies, der als Mitglied der Landschaftsversammlung und des Krankenhausausschusses immer für den Klinikstandort im Johannistal gekämpft habe.
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