Brüggen: Patschelpfad führt um den See
zuletzt aktualisiert: 24.08.2010Brüggen (RPO). Rund um den Borner See ist für Freunde des bekannten Fischotters der "Patschelrundweg" eröffnet worden. Vom Waldparkplatz am Borner Friedhof ist der Patschelrundweg leicht zu erreichen. Acht kleine, rechteckige Schilder zeigen den Fischotter Patschel und Wandersleut' auf blauem Grund. Sie führen Spaziergänger über diesen Rundweg von rund zwei Kilometer. Der Weg führt um das Anwesen von Haus Seeheim mit dem ehemaligen Badesee zu den zwei Brücken über den Borner See.
"Ein preiswertes Projekt"
"Born ist ein eigenständiger Ausflugsort und schlägt die Brücke von Brüggen zum Hariksee", betonte Bürgermeister Gerhard Gottwald bei der Eröffnung. Er dankte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie dem Kultur- und Fremdenverkehrsausschuss für die Initiative, die schnell und unbürokratisch über die Tourist-Info und den Bauhof abgewickelt worden sei. "Ein preiswertes Projekt mit rund 600 Euro Arbeitskosten", so Gottwald.
Die Geschichte um den Patschelpfad ist in einem Flyer festgehalten, der bei der Tourist-Info der Gemeinde in der Burg Brüggen und in Borner Gaststätten erhältlich ist. Die Kosten für den Druck übernahm die Landbäckerei Stinges, René Bongartz sorgte für eine überschaubare Karten und Schriftsatz. Patschel-Erfinder Heinrich Malzkorn hatte am Hariksee sein Wochenendhäuschen, das heute nicht mehr existiert. Der Patschelrundweg führt bis zur Schwalm – die Borner Kirche immer im Blick – an der verschwundenen Burg vorbei zurück ins Golddorf, wo der Patschelbrunnen im Schatten der Kirche St. Peter Born plätschert. Mit seinem Tierroman "Patschel im Schwalmtal" wurde der Dorflehrer und Heimatdichter Malzkorn bekannt. "Menschen wollen heute neben dem Naturerlebnis auch kulturhistorische Bezüge – und die bringen wir nach vorn", stellte Gottwald heraus.
Die Vorsitzende des Kultur- und Fremdenverkehrsausschusses, Angelika Verkaar, begeisterte sich für die Idee, aus dem touristischen Kern Brüggens Ausflügler auch in andere schöne Ecken der Gemeinde, wie etwa nach Born, zu führen. Klaus Reuters, stellvertretender Vorsitzender der Heimatfreunde St. Peter Born, stellte die Bemühungen seines Vereins um Born besonders heraus und sagte schmunzelnd: "Der (Patschel)Weg ist das Ziel."
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