Viersen: Pfarrauflösung: Frust im Rahser
zuletzt aktualisiert: 12.09.2008Viersen (RPO). Die Entscheidung des Bischofs, die Alt-Viersener Kirchengemeinden St. Joseph und St. Notburga aufzulösen und mit der Gemeinde St. Remigius zu vereinen, stößt weiter auf Kritik bei den betroffenen Pfarren. „Im Rahser ist man erschüttert“, sagt Dieter Langen vom Kirchenvorstand von St. Notburga. In einer Stellungnahme zum RP-Bericht „Großpfarre kommt“ (RP vom 8. September) spricht Langen von einer „Zwangsdiktatur“, mit der der Bischof die Auflösung der Pfarren St. Notburga und St. Joseph und die Vereinigung mit St. Remigius anordne.
Andere Lösung finden
Im Sinne einer Solidarität der Pfarren St. Remigius, St. Joseph und St. Notburga zueinander könnte man eine andere Lösung finden, meint Langen. „Man hätte durch Kompromisse eine gleichberechtigte Mitbestimmung in den drei Pfarren erreichen können, wobei auch ohne weiteres als Haupt- beziehungsweise Großpfarre St. Remigius benannt werden könnte und Pfarrer Stephan Gedden diesem Gremium als Vorsitzender vorsteht“, so das Kirchenvorstandsmitglied von St. Notburga. Dies würde, so Langen weiter, „für alle drei Pfarren ein tragfähiges und zufriedenstellendes Ergebnis bringen“.
Langen fordert Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff auf, seine beabsichtigte Entscheidung nochmals zu überdenken – „zum Wohle seiner Schäfchen als guter Hirte und Seelsorger“.
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