Kreis Viersen: Prozess geht über die WFG weit hinaus
zuletzt aktualisiert: 17.03.2012Kreis Viersen (RP). Ein externer Gutachter wird den weiteren Prozess der Wirtschaftsförderungspolitik im Kreis begleiten. Der Finanzausschuss empfahl jetzt dem Kreistag, dafür 80 000 Euro bereit zu stellen.
Der Betrag wird über Ausschüttungen der RWE-Aktien an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) an den Kreis zur Verfügung gestellt. Den Antrag hatten die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und SPD unlängst eingereicht.
Der parteilose Kreistagsabgeordnete Rudi Alsdorf aus Kempen übte daran heftige Kritik. Zu seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag habe er noch den Antrag zur Entwicklung eines neuen Leitbildes unterzeichnet. Drei Jahre seien seither mehr oder weniger ergebnislos verstrichen. Es sei in seinen Augen sinnlos und vergeudetes Geld, diesen Prozess auch noch weiterzutreiben. Alsdorf warf den vier Fraktionen vor, weder die Städte und Gemeinden als Anteilseigner der Wirtschaftsförderungsgesellschaft noch die anderen Politiker, die dem Kreistag angehören, beteiligen zu wollen. Und die politisch gesteuerten Attacken gegen den Geschäftsführer der WFG, Rolf Adolphs, seien ebenfalls alle ohne jede Wirkung ins Leere gelaufen. Dafür habe man es versäumt, Adolphs erfolgreichen Kampf gegen die Finanzbehörden ausreichend zu würdigen.
Michael Aach (CDU) und Hans Smolenaers (SPD) wiesen die kritik zurück. Es gehe nicht nur um die WFG, sondern um die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderungspolitik, sicherlich auch mit Blick darauf, dass sich in den nächsten zwei Jahren die Spitze der WFG in den Ruhestand verabschiede. "Der Prozess zielt aber weit darüber hinaus, und die Städte und Gemeinden werden selbstverständlich eingebunden", versicherte Smolenaers.
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